Happy New Year!

Allen Lesern von Area85 wünsche ich einen guten Rutsch ins Jahr 2010!

Die Sache mit der Reihenfolge

Ja, es ist schon schwierig, diese Zahlrenreihen. Besonders wenn es gilt, sie von eins bis vier richtig zu ordnen. Zumindest bei dem Öffentlich Rechtlichen Fernsehen…

Harry Potter und die Kammer des Schreckens (ZWEI), 25.12., Das Erste
Harry Potter und der Feuerkelch (VIER), 26.12., Das Erste
Harry Potter und der Gefangene von Askaban (DREI), 08.01., ZDF
Harry Potter und der Orden den Phoenix (FÜNF), 31.01. ProSieben

Nagut, dass sich ARD/ZDF nicht mit ProSieben abstimmen, ist ja verschmerzbar, aber dass sie es nicht schaffen sich untereinander  zu “einigen” und damit die(Gelegenheits)Zuschauer nicht verwirren, ist eher dumm…

Filmkritik: AVATAR- Aufbruch nach Pandora

Die Menschen haben es im 22. Jahrhundert endlich geschafft der Erde ihrer Rohstoffe komplett zu berauben. Glücklicherweise ist die Raumfahrt so weit fortgeschritten, dass man sich diese auf anderen Planeten besorgen kann. Unter der Führung des Colonel Quartich (Stephen Lang) wird nun auf dem Planeten Pandora überlegt, wie man an einen sehr rentablen Rohstoff gelangen kann. Dessen Hauptvorkommen befindet sich nur leider unter einem von den Eingeborenen Na-™vi verehrten -žheiligen” Baum.

Unter Leitung der Wissenschaftlerin Dr. Grace Augustine (Sigourney Weaver) wird versucht eine friedliche Lösung mit den Na-™vi zu finden. Die Menschen haben sich sogar deren lokalen Gegebenheiten angepasst. Es wurde das Avatar-Programm ins Leben gerufen. Hier wird sozusagen ein Klon eines Menschen erschaffen, der jedoch äußerlich mit den Eigenschaften der Na-™vi übereinstimmt. Der sogenannte Avatar hat kein eigenes Bewusstsein. Er wird von seinem menschlichen Vorbild gesteuert. Doch auch hier scheitern alle Versuche.

Als der Zwillingsbruder von Jake Sully (Sam Worthington) stirbt, übernimmt der Querschnittsgelähmte Jake dessen Rolle. Völlig unvorbereitet wird er in einem Fünfjahres-Flug nach Pandora gebracht. Jake ist schnell begeistert von der Mission, nicht zuletzt, weil er sich in die Na-™vi Neytiri (Zoë Saldaña), der Häuptlingstochter eines der Clans verliebt. Jake freundet sich mit dem Clan an und wird als Mitglied anerkannt. Eine große Chance für den Colonel, mehr Informationen für seinen Militärschlag gegen die Na-™vi zu sammeln. Jakes Versuche, die Eingeborenen friedlich umzusiedeln dauern zu lange. Der Colonel rollt mit schweren Waffen an um die Na-™vi notfalls auch mit Gewalt von dem Rohstoffvorkommen zu vertreiben. Es folgt ein Kampf mit Kampfhubschrauber und C4 gegen Pfeil und Bogen…

Über diesen Film wurde im Vorfeld so viel berichtet, dass ich mich ernsthaft fragen musste, ob ich ihn mir noch ansehen muss. Es war eh alles bekannt. Und doch bin ich ins Kino gegangen um mal zu schauen, ob Cameron es geschafft hat neue Maßstäbe zu setzen und das Medium neu erfindet.

Die aus den zahlreichen Trailern bekannten Szenen wurden im Großen und Ganzen in den ersten 20 Minuten abgehandelt (der Film hat eine Gesamtlänge von 161 Minuten!). Danach folgt eine klassische Cowboy gegen Indianer Story gepaart mit viel Liebe zum Detail. Auch politische Akzente erkennt man, dominieren das Gesamtbild jedoch nicht (mal von der Botschaft, der Mensch sei an allem Schuld). Am interssantesten war jedoch der Zwiespalt, in dem sich Jake Sully befand: was ist Realität und was Traumwelt.

Die 3D Effekte sind nicht besser, als bei anderen Filmen in diesem Jahr (-žUp”), aber runden das Erlebnis im Dschungel sehr gut ab. Überall fliegt etwas herum, kriecht auf dem Boden, leuchet etwas oder sieht einfach nur perfekt aus. Irgendwie sieht alles perfekt aus. Jeder Zentimeter der Leinwand ist am Computer bearbeitet und wirkt wie aus einem Guss. Lediglich bei den schnellen Szenen (Na-™vi wird von wildem Dinosaurier verfolgt), wird es leicht ungenau und man hat Mühe dem detaillierten Geschehen zu folgen.

In den letzten Minuten setzt der Film dann noch mal eins drauf, und liefert die Action nach, die der eine oder andere vielleicht bislang vermisst hat. Es wird kaputt gemacht was das Zeug hält (selbst Emmerich wird hier begeistert sein) und doch gibt es weiterhin Story.

Der neue Maßstab wurde nicht gesetzt, aber dennoch kommt im Film keine Langeweile auf. Die Story ist klassisch, aber doch sehr gut Erzählt. Die Effekte runden das Bild ab. Ein sehr schöner Abschluss für ein recht gutes Kinojahr 2009!

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Virenpolizei

Eines Nachts wacht Herr X auf. Geweckt wurde er durch die Sirenen der zwei Polizeiwagen vor der Tür. Es klopft an der Tür.

Virenpolizei. Bitte treten Sie zur Seite und lassen Sie uns zu ihrem Computer.

Herr X lässt die Leute in Uniform passieren. Einer holt einen USB-Stick heraus und installiert einige Programme auf Herrn X ´ Computer. Nach zwei Stunden verabschieden sich die Leute aus der Wohnung.

Hier gibt es für uns nichts mehr zu tun. Die Bedrohung wurde eingedämmt.

Herr X und die Virenpolizisten können in dieser Nacht gut schlafen, wohl wissend, etwas gutes für die Menschheit getan zu haben.

via  Spiegel online

KDD wird eingestellt

KDD (ZDF)

KDD ist die Abkürzung für Kriminaldauerdienst und wurde wie nun bekannt gegeben, eingestellt. Es ist schon länger bekannt, dass die dritte Staffel auf arte ihre Premiere feiern wird und ich frage mich bis heute, warum das ZDF eine so tolle Serie “abgeschoben” hat. Die Einstellung der Serie war da leider nur noch eine Frage der Zeit.

KDD bot, wie die Kollegen von wunschliste.de den Spiegel zitieren, endlich mal deutsches “Crime-TV”, welches nicht alle zehn Minuten den kompletten Ermittlungserfolg revue passieren lässt und wirklich spannend erzählt wird.

“Die Figuren werden eher nebenbei charakterisiert, die Aufklärung der Verbrechen liefern die Polizisten oft in Nebensätzen, und niemand fasst hier Ermittlungsschritte noch mal für die etwas Langsameren unter den Zuschauern zusammen. Für die ZDF-Stammkundschaft, die bislang während der Fernsehkrimis ruhigen Gewissens in die Küche gehen konnte, um ihre Käse-Igel neu zu bestücken, stellen die Handkamera-Touren durchs urbane Chaos und Kommissariatswirrwarr in ‘KDD’ eine schöne Zumutung dar”

Meiner Meinung nach weit über Tatort und anderen deutschen Krimis – und leider immer mehr auch den CSI-Serien, die, so habe ich den Eindruck, auch immer mehr für dumme gemacht werden.

Filmkritik: 2012

2012

2009. Der Wissenschaftler Dr. Satnam Tsurutani entdeckt in Indien in einer alten Kupfermine, dass sich der Erdkern drastisch erwärmt. Dies sind die Auswirkungen einer bisher nie da gewesenen Sonneneruption, welche ein ungewöhnlich hohes Maß an Neutrinos auf den Erdkern schleuderte. Berechnungen ergeben, dass der Erdkern sein kritisches Niveau im Dezember 2012 erreicht, wie von den alten Maya vorausgesagt. An diesem Zeitpunkt wird es auf der ganzen Erde Vulkanausbrüche, Erdrisse und Flutwellen geben. Der Planet wird unbewohnbar. Dr. Tsurutani informiert sofort seinen Freund Adrian Helmsley, welcher im Weißen Haus als wissenschaftlicher Berater arbeitet. Es werden die Mitglieder der G8 informiert und ein Notfallplan wird in den darauffolgenden Jahren erstellt.

Roland Emmerich hat ein gewaltiges Problem. Sein Problem ist so groß, dass er sich in scheinbar jeder freien Minute seines Lebens schlimme Naturkatastrophen ausmalt. Glücklicherweise kompensiert er diese Fantasien in sehr teueren Hollywoodproduktionen. Nach -žIndependence Day” und -žThe Day After Tomorrow” hat er mit -ž2012″ seinen dritten apokalyptischen Film produziert. Die Zerstörung in den beiden Vorgängern reichte wohl noch nicht aus. Und Emmerich hat es tatsächlich geschafft noch mehr kaputt zu machen. Buchstäblich der ganze Planet bricht auseinander oder wird überflutet.

Zu nutze macht sich Emmerich eine Vorraussagung aus dem Maya Kalender, welche zumindest vom Datum her korrekt ist. Was jedoch an den Haaren herbeigezogen ist, sind die Neutrinos, welche den Erdkern zum kochen bringen. Es gibt noch weitere Logiklöcher, aber man kann durch das Gesamterlebnis des Films sehr leicht darüber hinweg sehen. Es geht auch nicht darum, dass erstmal ein Wissenschaftler Überzeugungsarbeit leisten muss um vor der bevorstehenden Apokalypse zu warnen. Dies wird sehr schön in einer kurzen Einleitung abgehandelt. Es dauert bis zu den ersten Rissen im Asphalt nicht sehr lange. Gefolgt von einigen Erdbeben gibt es schnell neue Canyons in den Staaten. Doch Zeit um diese zu kartographieren gibt es nicht. Vulkane im Yellowstone Nationalpark kochen über, Los Angeles sinkt in den Pazifik und damit ist das unheil perfekt. Die Trickkiste der Special-Effects-Abteilung ist wie ein bodenloses Fass. Nur selten (zum Beispiel beim Erdbeben in L.A.) wirken diese unrealistisch. An der CGI-Ware dieses Films müssen sich andere sehr lange messen.

Im Film gibt es zwei größere Protagonisten. Einmal der Wissenschaftler Adrian Helmsley (Chiwetel Ejiofor)), welcher im Weißen Haus dafür kämpft, dass die Menschen erfahren, dass ihr Tod unmittelbar bevorsteht und gegen seinen Boss Carl Anheuser (Oliver Platt) ankämpfen muss. Daneben gibt es noch John Cusack in der Rolle des Jackson Curtis. Der (geschiedene und) erfolglose Schriftsteller versucht alles um Ex-Frau, Kinder und Nebenbuhler vor dem Holocaust zu retten.
Die Story klingt sehr klischeehaft und das ist sie auch -“ aber das macht nichts. Der Film bleibt bis zum Ende (nach immerhin 158 Minuten) spannend.

Das heißt aber nicht, dass der Film perfekt ist. Die Menschen im Film (darunter auch Hauptfiguren) sterben wie die Fliegen. Doch es will einfach keine Dramatik oder gar Mitgefühl aufkommen. Eine Schwäche, unter welcher -žThe Day After Tomorrow” bereits leiden musste.

Insgesamt ein toller Katastrophen-Film welcher ein toller Start für eine Gerüchten zufolge geplante TV-Serie im Jahr 2013 wäre. Hier kann man dann zeigen, wie alles wieder aufgebaut wird -“ kaputt gemacht wurde ja nun auch reichlich.

Simpsons nun in HD, oder was?

ProSieben zeigt aktuell den folgenden Trailer: die Simpsons ab kommenden Dienstag in HD. High Definiton im deutschen Free-TV. Klasse! Nachdem FOX in den USA in der zwanzigsten Staffel die Serie auf HD umgestellt hat, ist nun auch ProSieben an die Episode angelangt, welche in HD produziert wurde. Natürlich kann man dann auch so damit werben. Doch es gibt es klitzekleines Problem: ProSieben hat gar keinen HD-Sender. HD kann man auf dem normalen Kanal nicht gucken. Es kann zwar nun eine echte 16:9 Ausstrahlung geben und produktionsbedingt ein besseres Bild, aber HD ist schlicht nicht möglich. ProSieben hatte mal einen HD-Sender – hat den aber vor einiger Zeit abgeschafft. ProSieben bekommt auch einen neuen HD-Sender – aber erst im kommenden Jahr. Ich frage mich also doch ernsthaft, wie man ab kommenden Dienstag in HD senden will… ProSieben – we love to disappoint you!

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Springer wird Größenwahnsinnig

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Dass der Springer-Verlag die kostenlose Nutzung seiner News schon länger nicht mehr billigt ist bekannt. Vor allem Google News war ein Dorn im Auge. Es könnte ja sein, dass jemand auf “Weiterlesen” klickt und User die eigenen Seiten benutzen. Deshalb sperrt der Springer-Verlang nun – die eigenen Seiten. welt.de und bild.de werden demnächst vom mobilen Browser “Safari” auf dem iPhone nicht mehr zugänglich sein. Stattdessen gibt es kostenpflichtige “Apps”, mit welchen man den supertollen Newscontent abrufen kann.

Als ich das gelesen habe, musste ich mehrmals auf den Kalender blicken. Der erste April scheint es aber definitv nicht zu sein.

Stromberg ist zurück

Stromberg (ProSieben/Brainpool)

Nach langer Pause ist nun Stromberg auf die Bildschirme zurückgekehrt. Und ich habe den dumpfen Eindruck, dass ProSieben die vierte Staffel einfach nur schnell ausstrahlen will – das geht am besten mit Folgen im Doppelpack am Dienstag Abend. Denn die zehn Folgen haben die Zuschauer damit in gut einem Monat gesehen. Sofern sie nicht auf die DVD zurückgreifen. Die vierte Staffel ist nämlich bereits ab sofort im Handel erhältlich.

Das heißt aber nicht, dass ProSieben keine Werbeeinnahmen aus der Ausstrahlung einkalkuliert. Gesponsert wird diese offensichtlich von Microsoft und Windows7. Zumindest ist an jeder freien Ecke das Windows-Logo zu finden und auch die Schauspieler waren sich nicht zu Schade ihren Kopf für das neue Betriebssystem herzugeben.

Inhaltlich will ProSieben/Brainpool in der neuen Staffel neue Wege gehen und versetzt Bernd Stromberg aufs Land. Findorf heißt die fiktive Stadt, die man erschaffen hat und wo eine Capitol-Versicherung natürlich nicht fehlen darf. Aber, wenn ich Stromberg mal zitieren darf, “es siehtaus wie ein Sargdeckel, kann aber auch ein Sprungbrett sein”. Stromberg spekuliert auf viele erfolgreiche Versicheurngsabschlüsse um endlich bei einer Beförderung berücksichtigt zu werden.

Für mich war der Weg nach Finsdorf, das Juwel der Heide, ein richtiger Weg für die Entwicklung der Serie – auch wenn er leider nicht so radikal wie es vielleicht nötig wäre beschritten wurde. Noch immer gibt es Szenen im “Hauptbüro” der Capitol-Versicherung, die man sich für meinen Geschmack hätte sparen können. Hier habe ich immer wieder das Gefühl, man hat keine Ideen mehr für interessante Handlungen. Der Humor dieser “Bürodokumentation” ging mit nach Finsdorf. Und dort gibt es viel potential für eine erfolgreiche Fortsetzung der preisgekrönten Serie.