Test: Die Siedler 7

Vorbei ist die Zeit von der Unterteilung in Traditions- und Evolutions- Edition. Offensichtlich sorgte diese Unterscheidung bei den Fans für mehr Verwirrung als Klarheit und Ubisoft beziehungsweise die Spielewerkstatt BlueByte haben sich für eine Kombination beider Reihen entschieden. Die Siedler sind nicht mehr so ganz drollig wie in den Traditionsreihen dafür wird nach wie vor Wert auf erkunden der Karte und das vergrößern der eigenen Siedlung gelegt.

Mit zu den großen Neuheiten zählt auf jeden Fall die Unterscheidung der Wege, die einem zum Zeil führen. Bislang war man früher oder Später dazu gezwungen zu Pfeil, Bogen und Schwert zu greifen um den Endsieg vermelden zu können. Nun gibt es auch die Möglichkeiten sich als Händler (Kaufleute) oder Forscher (Mönche) zu beweisen. Ebenfalls eine Kombination der drei Wege ist möglich die Gegner zu besiegen. Es gibt hier schlicht kein richtig oder falsch. Ganz auf die Soldaten kann man aber nicht verzichten. In der Kampagne ist man, vor allem in den ersten Missionen, gezwungen seine Siedlung mit Gewalt zu erweitern und damit die Zeile zu erreichen. Erst im Verlauf der Kampagne werden die anderen Zweige vorgestellt. Mönche (bzw. Novizen, die untere Stufe der religiösen Anhänger) werden in der Taverne mit Gold und Brot angeheuert. Die Novizen haben die sehr vorteilhafte Eigenschaft, dass sie sich ohne Aufsehen zu erregen durch feindliches Territorium bewegen können. Die Mönche werden auch dazu benötigt auf den anderen Zweigen voran zu kommen, da sie auch in ihrer Kirche die Forschung übernehmen. Dies ist beispielsweise für die Weiterentwicklung des Militärs unerlässlich.

Im Verlauf des Spiels wird man feststellen, dass viele Rohstoffe extrem knapp sind, wenn sie denn überhaupt im eigenen Sektor vorhanden sind. Um seine Siedlung nun weiter auszubauen, kann man die bereits angesprochenen Wege von Militär oder Religion einschlagen oder man behilft sich der Händlergilde. Auf gesicherten Routen sorgen die Kaufleute dafür, knappe Güter gegen andere einzutauschen. Auch ist es manchmal nicht schlecht die Produktion bestimmter Güter einfach abzubrechen und die Händler mit der Beschaffung zu beauftragen. Denn die vielen Warenflüsse in Die Siedler 7 bedeuten neben der durchaus vorhandenen Vielfalt auch viel Arbeit alles am Laufen zu halten. Ein wenig Entlastung tut an da an der einen oder anderen Stelle ganz gut.Im neuen Siedler-Titel sind auch die Lagerhäuser wieder im Baumenü zu finden. Leider ist der Platz mit 20 Einheiten pro Gut auch schon am Anfang des Spiels sehr begrenzt. Die Möglichkeit zum Ausbau wird erst später im Verlauf des Spiels freigeschaltet. Das hat dann die Konsequenz, dass man mehr Lager bauen muss, als mal vielleicht will.

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Programvielfalt

Während ARD Geburtstag feiert und RTL einen Drogensüchtigen zum neuen Superstar kürt (darauf wird es denke ich gleich hinaus laufen), glänzt Sat.1 durch Programmvielfalt:

Neue Zielgruppe

(Katzenvideos gehen immer)

Stargate Universe bekommt Aliens

Nach Elf Folgen gibt es in Stargate Universe nun endlich Aliens zu sehen. Vielleicht wird die Serie ja doch noch was, denn von den ersten acht Folgen, die inzwischen auf dem deutschen SciFi Channel liefen, war ich bis auf Ausnahmen weniger angetan.

Funktionsumfang der PS3 wird reduziert

Die PS3 hat in ihrer ursprünglichen Version die Möglichkeit, dass man neben dem PS3-Betreisbsystem ein weiteres Betriebssystem (Linux) installieren kann. Diese Funktion wurde mit der Veröffentlichung der PS3-Slim auf diesen Geräten entfernt. Bislang konnte man aber auf den „alten“ PS3 Systemen Linux ohne Probleme installieren. Dies ändert sich nun auch. Mit dem aktuellen Firmware-Update auf 3.2.1 wird diese Funktion ebenfalls auf den alten Systemen entfernt.

Der Grund: Sony hat Angst, denn vor kurzem gelang es Hackern den Kopierschutz zu knacken und unter Linux auch kopierte Spiele zum laufen zu bringen. Ob es aber der richtige Weg ist, eine doch bei vielen beliebte Funktion zu entfernen, sei mal dahin gestellt. Aus Sicht von Sony musste man aber handeln. Einst wurde der Kopierschutz von Segas Dreamcast geknackt und fortan weigerten sich viele Publisher für diese Konsole weiter Spiele auf den Markt zu bringen. Würde sich dieses Szenario wiederholen, wäre das für die PS3 wohl das Ende, auf dem sowieso schon schweren Markt zusammen mit Microsofts X-Box.

Sicher kann man sich nun weigern, dieses Update auszuführen. Dummerweise wird man dann aus dem PS3-Store ausgeschlossen und es ist sicher auch nur eine Frage der Zeit bis ein neues Spiel ein Update auf diese Version verlangt.

(via Playstation-Blog)

Noch mehr Siedler und Ubisoft

Vorgestern ist auch mein Siedler 7 eingetroffen. Ich habe natürlich sofort die neue Möglichkeit genutzt das Spiel auf meinem Mac (iMac von Frühjahr 2009) zu installieren. Es wird kopiert und entpackt und expandiert und noch mehr kopiert. Irgendwann ist dann alles von der DVD auf den Mac kopiert und nun kann ja eigentlich gespielt werden. Fast. Erst muss ich von dem am vergangenen Donnerstag erschienen Spiel ein Update herunterladen und installieren. Nach zwei weiteren Bechern Kaffee und einer gefühlten Ewigkeit werde ich doch gebeten auf die MAC X Version 10.6.3 zu updaten. Die Tatsache, dass es dieses Release noch gar nicht gibt, wird dabei nicht beachtet.

Nun geht es aber ans Spielen. Um damit zu starten benötige ich einen Ubisoft-Account. Habe ich zum Glück schon. Name und Passwort sind schnell eingegeben. Es folgt ein sehr unscharfes Bild was wohl etwas mit den Siedlern zu tun haben soll und eine ganz tolle Fehlermeldung. „Der Server ist zur Zeit nicht erreichbar“ *argh*. Überlastung gleich am Tag der Verfügbarkeit? Eher nicht, wie ich später herausgefunden habe. Meine Firewall arbeitet so gut, dass alle Verbindungen zu Ubisoft blockiert werden. Normalerweise fragt mich „LittleSnitch“, ob ich eine Verbindung erlauben will. Auch in diesem Fall. Dummerweise taucht das Fenster erst nach Spielstart auf und ich kann da dann nicht mehr auf „Allow“ klicken. Nach weiteren 30 Minuten mich durch die Konfiguration der Firewall zu kämpfen, startet das Spiel endlich. Meine Meinung zum Kopierschutz werde ich jetzt vielleicht doch noch einmal überdenken.

Leider mehr schlecht als recht, es ruckelt und das sogar noch auf der geringsten Grafikeinstellung. Die Grafikkarte des „vorletzten“ iMac reicht nicht für das Spiel aus. Ob das an der Mac Umsetzung oder wirklich am iMac/Grafikkarte liegt, weiß ich nicht. Ich spiele jetzt wieder auf meinem fünf Jahre alten Mittelklasse Windows-PC. Wenn ich ein wenig weiter gesiedelt habe, folgt noch ein Bericht – diesmal aber zum eigentlichen Spiel!

Ubisoft vergrault seine Kunden

Wie damals bei „The Sims 2″ hat Ubisoft schon vor dem Verkaufsstart von „Die Siedler 7″ (Ende kommender Woche) bei Amazon eine ganze Reihe von negativen Bewertungen einkassiert, zumindest im Games-Forum von Amazon, die richtigen Bewertungen werden erst beim Erscheinen freigeschaltet und sollten auch relativ schnell mit verärgerten Kundenmeinungen zugepostet sein. Der Grund ist der neue Kopierschutz, den Ubisoft vor kurzem eingeführt hat und auch nun die erfolgreiche Wirtschaftsimulation/Strategiespiel „Die Siedler“ in seiner siebten Version trifft.

Mit dem neuen DRM besteht ein permanenter Zwang online zu sein. Auch ein Ubisoft-Account ist zwingend Vorraussetzung. Ich lese in einschlägigen Communitys viele Aussagen wie „Auf Wiedersehen Ubisoft“ oder „Schlimmer als EA Games“. Ist es denn wirklich schlimmer als EA? Hier war einst die Installation von „Die Sims 2″ auf eine Hand voll PCs beschränkt. Einen Resetbutton wie bei Apple gab es nicht. Es war jedoch keine permanente Internetverbindung von Nöten. Wie der Publisher das bei aktuellen Titeln handelt weiß ich nicht. Diese Beschränkung empfand ich seiner Zeit auch nicht als besonders prickelnd, hab´s aber hingenommen, da ich meine Spiele eher selten gebraucht verkaufe und eigentlich nur diese Klientel verärgert wird. In die Bredouille das Spiel irgendwann nicht mehr installieren zu können weil ich es selber auf zu vielen PCs installiert habe, kam ich ebenfalls nicht – so kurzlebig ist die Technik bei mir dann doch nicht.

Ubisoft überlässt dagegen nun die Anzahl der Installationen dem Käufer des Spiels. Eine Internetverbindung besteht eh (zumindest zu Hause) – und das dürfte auch für die meisten anderen Spieler dieses Genre zutreffen. Einzig sorgen bereitet mir die Tatsache, dass Ubisoft irgendwann die Server abschaltet und vergisst vorher einen Patch zu veröffentlichen mit dem ich das Spiel starten kann. In der Hoffnung, dass dieser Fall nicht eintritt, nehme ich auch diesen Kopierschutz hin. Ein Boykott scheint mir doch etwas übertrieben.

Ubisoft will mit seinen Produkten, zurecht, Geld verdienen und versucht auf diese Weise Raubkopierer auszuschließen (ob das Erfolg hat, bezweifle ich, den gab es noch nie), den Gebrauchtmarkt einzudämmen und die Downloadverkäufe der Spiele zu steigern. Ob sich der (finanzielle) Aufwand lohnt, sei mal dahingestellt. Schlussendlich halte ich die Reaktionen der Kunden nicht für unbegründet, aber Boykotterklärungen Gegenüber den Spielereihen von Ubisoft für übertrieben.

Ist Twenty Four am Ende?

Ist die US-Agentenserie „Twenty Four“ am Ende? Wenn man den Gerüchten – mehr sind es aktuell nicht – glauben schenkt, dann ist es wohl so. Die Produzenten haben sich bereits neuen Aufgaben gewidmet und trotz der akzeptablen Einschaltquoten (in den USA!) ist FOX die Serie zu teuer. Verständlich. Die ganzen Atombomben, die Anschläge auf das Weiße Haus, die CTU und die Kraftwerke müssen ja auch bezahlt werden. Aber ist das wirklich der Grund? Ich fürchte eher, das Konzept ist langsam – so weh es mir tut – ausgelutscht. Die aktuelle achte Staffel bringt kaum Neuigkeiten – obwohl erneut die Lokalität nach New York gewechselt ist. Ich habe aktuell, nach zwölf Folgen, keine Ahnung wo die Story hin will und die ganzen unnötigen Nebenhandlungen um irgendwelche Ex-Knastis und Bewährungshelfer sind keine große Leistung der Produzenten. Die aktuelle Staffel hat zwar auch interessantere Geschichten und auch Episode 12 war zum Ende hin (wie gewohnt zur Staffelmitte) sehr spektakulär und spannend gemacht, aber das reicht nicht.

Man sagt ja, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, doch ich glaube diesen Punkt hat man bei Twenty Four schlicht verpasst. Obwohl Washington noch viel Potential für neue Geschichten bot, ging man nach New York und macht die gleichen Fehler, die von den Zuschauern seit Jahren kritisiert werden – ich würde sogar sagen, dieses Mal sind es besonders viele.

Schade. „Twenty Four“ war mal ne wirklich tolle Serie. Inzwischen ist es nur noch eine Wiederholung mit anderen Namen an einem anderen Ort.

Books in the age of the iPad


(via)

Filmkritik: Alice im Wunderland

Alle warten auf ihn, den neuen Disney Film von Tim Burton. Nun ist er in den Kinos und die Erwartungen sind alles andere als gering. Alice besucht das Wunderland ein zweites Mal, kann sich zu Beginn aber nicht an die ersten Begegnungen mit dem verrückten Hutmacher und der grinsenden Katze erinnern. Alice wird ein finaler Kampf prophezeit, in welchem Sie das Ungeheuer der roten Königen besiegen soll. Völlig davon überzeugt, nur zu träumen lässt sich sich auf die nachfolgenden Ereignisse ein.

Die Erwartungen an Alice im Wunderland waren nicht geringer als jene von Avatar. Eigentlich waren sie sogar größer, denn im Gegensatz zu Avatar kannte der Zuschauer die Story und wollte etwas neues, verrücktes erleben. Tim Burton schafft es einen skurrilen Film zu produzieren, welcher die bekannte Geschichte neu interpretiert. Der Film wirkt sehr kurzweilig und macht spaß. Aber ist es dass, was die Leute sehen wollen? Für meinen Geschmack wurde die Handlung ein wenig zu schnell abgehandelt. Skurrilität gab es zwar, hat aber viel platz nach oben. Johnny Depp und Mia Wasikowska sind eine perfekte Besetzung. Depp mimt den Hutmacher nicht nur als verrückt, er ist psychisch labil. Mia Wasikowska war mir bisher unbekannt, setzt aber die naive Alice perfekt in Szene. Der Showdown des Films machte deutlich, dass das Wunderland des 21. Jahrhunderts alles andere als einer kunterbunte Welt ist. Es wird düster und dramatisch.

Viele werden den Film wahrscheinlich wegen des 3D im Kino schauen. Um es kurz zu machen: es lohnt nicht. Das 3D kommt lange nicht an die Effekte von Avatar oder Up heran. Das liegt wohl mit daran, dass alles in 2D gedreht und erst nachträglich bearbeitet wurde. Ich werde bei der Alice Blu-ray im Heimkino der 3D-Technik des Kinos meiner Wahl nicht nachtrauern.

Fazit: Der Film ist gut, er macht spaß. Es sind 102 tolle Minuten, aber nicht der Hit, den die Medien prophezeit haben.

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