Kuss und Schluss

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Vorgestern habe ich mir die letzte Episoden der ABC Serie „Boston Legal“ angesehen. Was einst als Fortsetzung von „Practice“ begann, wurde schnell zu einem riesen Erfolg. Dabei ging es in den fünf Staffel mehr als chaotisch zu – und damit meine ich nicht nur die herausragenden Storys und Dialoge. Der Cast wurde mehr als nur einmal komplett umgekrempelt. Einzig Denny Crane und Alan Shore blieben der Serie von Beginn an erhalten. Neben recht untypischen Plädoyers im Gerichtssaal gab es noch untypischere Storys um die Freundschaft der beiden Männer. BSE, Küstenwache, Schmidt, Balkon und Hochzeit sind die Schlüsselbegriffe in den Storys um die beiden Hauptcharaktere. Captain Kirk hat Shatner bekannt gemacht, aber Denny Crane war die Rolle seines Lebens. James Spader kennt man als vertrottelten Archäologen im Stargate Kinofilm, doch als Alan Shore legte er eine Meisterleistung hin.

Das Finale der Serie wird an den beiden übernächsten Montagen auf VOX ausgestrahlt. Anschließend beginnt der Sender mit einem Rerun der Serie. Wer sie bisher verpasst hat, sollte da unbedingt mal einschalten.



hulu wird kostenpflichtig (teilweise)

hulu.com, der beliebte (amerikanische) Interntdienst, welcher Serien von ABC, FOX und NBC bereits kurz nach der Ausstrahlung im amerikanischen TV kostenlos im Internet anbietet, wird in Kürze auch ein Bezahlmodell anbieten. Für kanpp 10 Dollar im Monat soll man die Sendungen zukünftig werbefrei ansehen können. Auch die Begrenzung, dass man aktuell nur die vergangenen fünf Episoden einer Serie sehen kann, soll für die Bezahlkunden gelockert werden. Soweit ein Artikel in der LA Times.

In Deutschland ist das Angebot bis dato nicht nutzbar. Ob eine solche Version geplant ist, ist leider unbekannt. Aber in Anbetracht dessen, dass die großen deutschen Sender inzwischen fast alle ihre Mediatheken gestartet haben, ist mit einem hulu-DE wohl erstmal nicht zu rechnen.

Die deutschen müssen aber nicht unbedingt auf illegale Vertriebswege zurückgreifen. In Apples iTunes gibt es im letzter Zeit immer mehr TV-Serien die auch in Deutschland kurz nach der US-Ausstrahlung gekauft werden können. Nur von der „Alles ist Kostenlos“-Einstellung müssten die Zuschauer wegkommen… Die aktuelle „LOST“-Staffel kostet dort um die 50 EUR, ist dafür aber in HD…



Ubisoft macht sich zur Zeit keine Freunde

Nun wil der Spielehersteller etwas für die Umwelt tun und 13 Bäume je Tonne Spieleanleitungen einsparen. Diese sollen ab Ende diesen Jahres nämlich nur noch in digitaler Form bei PS3 und XBox360 Spielen beiliegen. Die Tatsache, dass da Kosten eingespart werden und diese Einsparungen wohl nicht an die Kunden weitergegeben werden, wird in der Pressemitteilung des Softwarehauses nicht erwähnt. Ich denke, dass viele Spieler nun vielleicht eher zur reinen Download-Version der Titel greifen (der legalen Version). Einen wirklicher Mehrwert wird in dieser „Bio“-Edition kaum noch vorhanden sein. Diese Entwicklung dürfte bei vielen Publishern mit Sehnsucht erwartet werden.

Ich habe inzwischen zwar meine Musik- und Audiobook Sammlung ausschließlich auf Festplatten und möchte MP3 Käufe auch nicht mehr missen, aber ganze Spiele nach dem kaufen herunterladen und dann womöglich selber irgendwo sichern? Das wirkt noch nicht sehr realistisch…

(via)



Test: Die Siedler 7

Vorbei ist die Zeit von der Unterteilung in Traditions- und Evolutions- Edition. Offensichtlich sorgte diese Unterscheidung bei den Fans für mehr Verwirrung als Klarheit und Ubisoft beziehungsweise die Spielewerkstatt BlueByte haben sich für eine Kombination beider Reihen entschieden. Die Siedler sind nicht mehr so ganz drollig wie in den Traditionsreihen dafür wird nach wie vor Wert auf erkunden der Karte und das vergrößern der eigenen Siedlung gelegt.

Mit zu den großen Neuheiten zählt auf jeden Fall die Unterscheidung der Wege, die einem zum Zeil führen. Bislang war man früher oder Später dazu gezwungen zu Pfeil, Bogen und Schwert zu greifen um den Endsieg vermelden zu können. Nun gibt es auch die Möglichkeiten sich als Händler (Kaufleute) oder Forscher (Mönche) zu beweisen. Ebenfalls eine Kombination der drei Wege ist möglich die Gegner zu besiegen. Es gibt hier schlicht kein richtig oder falsch. Ganz auf die Soldaten kann man aber nicht verzichten. In der Kampagne ist man, vor allem in den ersten Missionen, gezwungen seine Siedlung mit Gewalt zu erweitern und damit die Zeile zu erreichen. Erst im Verlauf der Kampagne werden die anderen Zweige vorgestellt. Mönche (bzw. Novizen, die untere Stufe der religiösen Anhänger) werden in der Taverne mit Gold und Brot angeheuert. Die Novizen haben die sehr vorteilhafte Eigenschaft, dass sie sich ohne Aufsehen zu erregen durch feindliches Territorium bewegen können. Die Mönche werden auch dazu benötigt auf den anderen Zweigen voran zu kommen, da sie auch in ihrer Kirche die Forschung übernehmen. Dies ist beispielsweise für die Weiterentwicklung des Militärs unerlässlich.

Im Verlauf des Spiels wird man feststellen, dass viele Rohstoffe extrem knapp sind, wenn sie denn überhaupt im eigenen Sektor vorhanden sind. Um seine Siedlung nun weiter auszubauen, kann man die bereits angesprochenen Wege von Militär oder Religion einschlagen oder man behilft sich der Händlergilde. Auf gesicherten Routen sorgen die Kaufleute dafür, knappe Güter gegen andere einzutauschen. Auch ist es manchmal nicht schlecht die Produktion bestimmter Güter einfach abzubrechen und die Händler mit der Beschaffung zu beauftragen. Denn die vielen Warenflüsse in Die Siedler 7 bedeuten neben der durchaus vorhandenen Vielfalt auch viel Arbeit alles am Laufen zu halten. Ein wenig Entlastung tut an da an der einen oder anderen Stelle ganz gut.Im neuen Siedler-Titel sind auch die Lagerhäuser wieder im Baumenü zu finden. Leider ist der Platz mit 20 Einheiten pro Gut auch schon am Anfang des Spiels sehr begrenzt. Die Möglichkeit zum Ausbau wird erst später im Verlauf des Spiels freigeschaltet. Das hat dann die Konsequenz, dass man mehr Lager bauen muss, als mal vielleicht will.

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Programvielfalt

Während ARD Geburtstag feiert und RTL einen Drogensüchtigen zum neuen Superstar kürt (darauf wird es denke ich gleich hinaus laufen), glänzt Sat.1 durch Programmvielfalt:





Stargate Universe bekommt Aliens

Nach Elf Folgen gibt es in Stargate Universe nun endlich Aliens zu sehen. Vielleicht wird die Serie ja doch noch was, denn von den ersten acht Folgen, die inzwischen auf dem deutschen SciFi Channel liefen, war ich bis auf Ausnahmen weniger angetan.



Funktionsumfang der PS3 wird reduziert

Die PS3 hat in ihrer ursprünglichen Version die Möglichkeit, dass man neben dem PS3-Betreisbsystem ein weiteres Betriebssystem (Linux) installieren kann. Diese Funktion wurde mit der Veröffentlichung der PS3-Slim auf diesen Geräten entfernt. Bislang konnte man aber auf den „alten“ PS3 Systemen Linux ohne Probleme installieren. Dies ändert sich nun auch. Mit dem aktuellen Firmware-Update auf 3.2.1 wird diese Funktion ebenfalls auf den alten Systemen entfernt.

Der Grund: Sony hat Angst, denn vor kurzem gelang es Hackern den Kopierschutz zu knacken und unter Linux auch kopierte Spiele zum laufen zu bringen. Ob es aber der richtige Weg ist, eine doch bei vielen beliebte Funktion zu entfernen, sei mal dahin gestellt. Aus Sicht von Sony musste man aber handeln. Einst wurde der Kopierschutz von Segas Dreamcast geknackt und fortan weigerten sich viele Publisher für diese Konsole weiter Spiele auf den Markt zu bringen. Würde sich dieses Szenario wiederholen, wäre das für die PS3 wohl das Ende, auf dem sowieso schon schweren Markt zusammen mit Microsofts X-Box.

Sicher kann man sich nun weigern, dieses Update auszuführen. Dummerweise wird man dann aus dem PS3-Store ausgeschlossen und es ist sicher auch nur eine Frage der Zeit bis ein neues Spiel ein Update auf diese Version verlangt.

(via Playstation-Blog)



Noch mehr Siedler und Ubisoft

Vorgestern ist auch mein Siedler 7 eingetroffen. Ich habe natürlich sofort die neue Möglichkeit genutzt das Spiel auf meinem Mac (iMac von Frühjahr 2009) zu installieren. Es wird kopiert und entpackt und expandiert und noch mehr kopiert. Irgendwann ist dann alles von der DVD auf den Mac kopiert und nun kann ja eigentlich gespielt werden. Fast. Erst muss ich von dem am vergangenen Donnerstag erschienen Spiel ein Update herunterladen und installieren. Nach zwei weiteren Bechern Kaffee und einer gefühlten Ewigkeit werde ich doch gebeten auf die MAC X Version 10.6.3 zu updaten. Die Tatsache, dass es dieses Release noch gar nicht gibt, wird dabei nicht beachtet.

Nun geht es aber ans Spielen. Um damit zu starten benötige ich einen Ubisoft-Account. Habe ich zum Glück schon. Name und Passwort sind schnell eingegeben. Es folgt ein sehr unscharfes Bild was wohl etwas mit den Siedlern zu tun haben soll und eine ganz tolle Fehlermeldung. „Der Server ist zur Zeit nicht erreichbar“ *argh*. Überlastung gleich am Tag der Verfügbarkeit? Eher nicht, wie ich später herausgefunden habe. Meine Firewall arbeitet so gut, dass alle Verbindungen zu Ubisoft blockiert werden. Normalerweise fragt mich „LittleSnitch“, ob ich eine Verbindung erlauben will. Auch in diesem Fall. Dummerweise taucht das Fenster erst nach Spielstart auf und ich kann da dann nicht mehr auf „Allow“ klicken. Nach weiteren 30 Minuten mich durch die Konfiguration der Firewall zu kämpfen, startet das Spiel endlich. Meine Meinung zum Kopierschutz werde ich jetzt vielleicht doch noch einmal überdenken.

Leider mehr schlecht als recht, es ruckelt und das sogar noch auf der geringsten Grafikeinstellung. Die Grafikkarte des „vorletzten“ iMac reicht nicht für das Spiel aus. Ob das an der Mac Umsetzung oder wirklich am iMac/Grafikkarte liegt, weiß ich nicht. Ich spiele jetzt wieder auf meinem fünf Jahre alten Mittelklasse Windows-PC. Wenn ich ein wenig weiter gesiedelt habe, folgt noch ein Bericht – diesmal aber zum eigentlichen Spiel!



Ubisoft vergrault seine Kunden

Wie damals bei „The Sims 2“ hat Ubisoft schon vor dem Verkaufsstart von „Die Siedler 7“ (Ende kommender Woche) bei Amazon eine ganze Reihe von negativen Bewertungen einkassiert, zumindest im Games-Forum von Amazon, die richtigen Bewertungen werden erst beim Erscheinen freigeschaltet und sollten auch relativ schnell mit verärgerten Kundenmeinungen zugepostet sein. Der Grund ist der neue Kopierschutz, den Ubisoft vor kurzem eingeführt hat und auch nun die erfolgreiche Wirtschaftsimulation/Strategiespiel „Die Siedler“ in seiner siebten Version trifft.

Mit dem neuen DRM besteht ein permanenter Zwang online zu sein. Auch ein Ubisoft-Account ist zwingend Vorraussetzung. Ich lese in einschlägigen Communitys viele Aussagen wie „Auf Wiedersehen Ubisoft“ oder „Schlimmer als EA Games“. Ist es denn wirklich schlimmer als EA? Hier war einst die Installation von „Die Sims 2“ auf eine Hand voll PCs beschränkt. Einen Resetbutton wie bei Apple gab es nicht. Es war jedoch keine permanente Internetverbindung von Nöten. Wie der Publisher das bei aktuellen Titeln handelt weiß ich nicht. Diese Beschränkung empfand ich seiner Zeit auch nicht als besonders prickelnd, hab´s aber hingenommen, da ich meine Spiele eher selten gebraucht verkaufe und eigentlich nur diese Klientel verärgert wird. In die Bredouille das Spiel irgendwann nicht mehr installieren zu können weil ich es selber auf zu vielen PCs installiert habe, kam ich ebenfalls nicht – so kurzlebig ist die Technik bei mir dann doch nicht.

Ubisoft überlässt dagegen nun die Anzahl der Installationen dem Käufer des Spiels. Eine Internetverbindung besteht eh (zumindest zu Hause) – und das dürfte auch für die meisten anderen Spieler dieses Genre zutreffen. Einzig sorgen bereitet mir die Tatsache, dass Ubisoft irgendwann die Server abschaltet und vergisst vorher einen Patch zu veröffentlichen mit dem ich das Spiel starten kann. In der Hoffnung, dass dieser Fall nicht eintritt, nehme ich auch diesen Kopierschutz hin. Ein Boykott scheint mir doch etwas übertrieben.

Ubisoft will mit seinen Produkten, zurecht, Geld verdienen und versucht auf diese Weise Raubkopierer auszuschließen (ob das Erfolg hat, bezweifle ich, den gab es noch nie), den Gebrauchtmarkt einzudämmen und die Downloadverkäufe der Spiele zu steigern. Ob sich der (finanzielle) Aufwand lohnt, sei mal dahingestellt. Schlussendlich halte ich die Reaktionen der Kunden nicht für unbegründet, aber Boykotterklärungen Gegenüber den Spielereihen von Ubisoft für übertrieben.