Das böse Geld

BauwagenDa wollte doch vor zwei Wochen der Vermieter meiner Wohnung tatsächlich Geld haben. Ich habe in einem aufwändigen Gespräch zu erklären versucht, dass Geld die Menschen habgierig macht. Doch es war zu spät, denn der Vermieter hatte dieses Stadium bereits vor Ewigkeiten erreicht. Auf dem Weg zur Agentur für Arbeit suchte ich dann vergebens das Formular “Aus Zukunft gestrandeter symbiotische Spezies beantragt Arbeitslosengeld”. Ich nahm nun also ein Standardformular für ALGII und wollte die 120 Seiten wahrheitsgemäß ausfüllen. Doch schon beim ersten Feld gab es Probleme. Geburtstadum. Das von Dax? Das von Kevin? Das von allen vorherigen Wirten? Ich nahm es nun nicht mehr so genau mit der Korrektheit und schrieb einfach von einem Opfer der Gesellschaft ab, welches mir gegenüber saß und das gleiche Formular ausfüllte. Eigentlich saßen überall auf den unendlichen Gängen in diesem maroden Gebäude nur Leute, die jenes Formular mit der Überschrift ALGII ausfüllten.

Als ich das Formular nun also am Schalter abgab, bekam ich gleich einen Scheck. Ich entschloss mich aber, nicht alles zum Fenster hinaus zu werfen, wie für Wohnung, u.ä.. So habe ich doch vor einer Woche gesehen, dass es auch Leute in Latzhose gibt, die im Bauwagen wohnen. Naja, eine Latzhose wollte ich nun nicht kaufen, aber ich bin nach Bärstadt gefahren, habe mir bei einem Bauern ein paar Pferde geliehen und hab Peters Bauwagen nach Nordenham gebracht, als dieser mal wieder ein Kraftwerk besichtigt hatte. Dies könnte der Grund sein, warum ich nun nichts mehr von Löwenzahn im Fernsehen sehe. Also: Falls Du das liest, Peter, ich brauche eine billige Bleibe und Du kanst Dir ja dein Schloss renovieren!

Da mir auch der Telefonanschluss gesperrt wurde, weil die auch Geld haben wollen (wozu eigentlich? – die Leitungen sind doch überall gelegt und sollten deswegen auch unbegrenzt genutzt werden dürfen!) , habe ich meine neue Bleibe in die Nähe eines privaten HotSpots gestellt und surfe nun für Lau!

So, ich gehe jetzt erstmal diesen Klaus-Dieter umbringen – ich weiß nicht wie der gute Herr Lustig das 20 Jahre ausgehalten hat – vielleicht liegt es am Namen.

ACHTUNG, Fenster und Türen schließen!

WantedAus aktuellem Anlass eine Sonderberichterstattung. Mein persönliches Logbuch verschiebt sich um eine Woche – ich bin noch zu sehr geschockt, als dass ich mich über meine Telefonrechnung beschweren könnte.

Also, alles begann vor ein paar Tagen mit einem Ausflug in das örtliche Toys’r'us. Man sagte mir, ein Hersteller namens Lego solle dort eine Zeitmaschine vertreiben. (später musste ich mit Entsetzen festellen, dass diese zum selber zusammenbauen ist, womit ich wieder bei Null war). Als ich also nichts Böses ahnend durch die Gänge lief und staunte, was es nicht alles für Dinge in der Vergangenheit gibt, sah ich es. Es war unheimlich und in Massen vertreten. Ich erinnere mich noch. Es war im Jahr 2375. Es war so schlimm, dass wir eine neue Station bauen mussten! Ich höre Worf heute noch fluchen… Nunja – als ich dann aus meiner Ohnmacht von einem freundlichen freischaffenden Bürger wieder auf die Beine geholfen wurde, war mir sofort klar, dass ich handeln musste. Ich nahm einen von diesen Chemiebaukästen, mixte etwas zusammen und brachte das ganze Regal zur Explosion. Wie ich später erfahren musste, gibt es auf der ganzen Welt Einrichtungen, die ihn vertreiben. Ich rief also beim Hersteller an. Da ich so wütend war, schickte dieser mir einen gratis. Eigenartigerweiese wollte die Firma die Produktion nicht stoppen – dabei habe ich doch ausschließlich negative Erfahrungen gemacht.

Deswegen meine (vorerst) letzte Möglichkeit in dieser Sache: Jeder tote Tribble bzw. Furby, wie sie noch genannt werden, ist ein guter Furby. Ich hoffe, ich kann die Zeitlinie noch verändern, bevor sich die Furbys in die gefährlichste aller Spezies verwandeln, nämlich in Tribbles. Ich weiß noch, dass Sie den Vermehrungsprozess im Vakuum des Alls erst nach Stunden eingestellt haben. Schrecklich.

Achja, die Belohnung wird in cirka 50 Jahren in Montana von Captain Picard ausgezahlt. Er bringt einen Replikator mit. Und falls der nicht reicht, die Borg haben sicherlich auch einen! Ich werde mich nun um meinen Gratis-Tribble/Furby kümmern – denn niedlich sind sie ja!

Nebenwirkungen und Air Force

Damit die Nachwelt im Falle einer Nichtrettung durch die Abteilung für temporale Ermittlung auch über meine medizinischen Zustand in Kentniss gesetzt wird, hier eine kurze Erläuterung meines Befindens. Zuerst zu den Nebenwirkungen:

  • ich, damit meine ich Dax, scheine die volle Kontrolle über den Wirt übernommen zu haben,
  • Dax hat keinerlei Erinnerungen an den Wirt und das wohl Schlimmste:
  • Kopfschmerzen

ScrubsAber dank einiger sehr talentierter Ärzte, sie nenen sich selbst Scrubs (hier links im Bild), wurde ich von zumindest letzterer Krankheit geheilt. Die Behandlung durch diese Ärzte hat einen entscheidenden Vorteil: man kann sich Zuhause selbst behandeln! Ein Nachteil ist jedoch, dass man sich nicht aussuchen kann, welche Krankheit man gerade hat – dort wird dort täglich wohl irgendwie neu bestimmt, woran die Patienten heute zu leiden haben. Zum Glück hatte ich aber nur Kopfschmerzen! Hätte ich einen Tag zuvor dieses Krankenhaus besucht, wäre ich an einer schweren Gehirnblutung gestorben… Dummerweise hat das Krankenhaus (in dem es nebenbei bemerkt recht chaotisch zugeht) jetzt geschlossen. Scheinbar ist eine Agentur namens ProSieben für die Öffnungszeiten zuständig. Ich werde am besten mal dort anrufen und meine Erkentnisse hier berichten! … was würde ich nicht für ein MHN geben – die kann man selber an- und ausschalten, wie es einem beliebt.

Nun zu den positiven Wirkungen: Meiner weisen Intelligenz scheint die Symbiose mit dem Wirt nicht geschadet zu haben!

Aber zu einem anderen Punkt: Nach Anrufen in wohl jedem Stützpunkt des US-Militärs konnte man mir noch immer keinen General O’Neill geben. Wie ich nun im Fernsehen festgestellt habe, genießt dieser Mann eine hohe Sicherheitsstufe und ist deshalb wohl nicht für “normale” “Menschen” zu sprechen. Aber ich habe noch ein Ass im Ärmel. Im Kalender des Militärs (auch genannt TV14, stehen die nächsten Stationen des sogenannten SG-1 Teams. Ich muss nun nur warten, bis das nächste Mal ein Einsatz auf der Erde zu bewältigen ist, dorthin reisen und warten. Es bleibt nur zu hoffen, dass dies wirklich ein Planungskalender für ausstehende Ereignisse ist und nicht nur eine Niederschrift vergangener Missionen…

Interessante Konstruktion!

StargateInteressant, was ich heute erlebt habe. Da schalte ich einen mysteriösen schwarzen Kasten ein (wohl ein Vorläufer unserer Com-Einheiten) und sehe mir eine Bilderfolge an, welche beschreibt, wie man mit einem so genannten Sternentor durchs All reisen kann. Es soll sich in Amerika in einem Berg befinden. Leider verliefen meine Kontaktversuche im Nirgendwo. Einen General O’Neill konnte man mir bei der US-Luftwaffe nicht geben, als ich eine genauso eigenartige Konstruktion, sie nennt sich Telefon, verwendet habe.

Nunja, ich frage mich, warum die Regierung der Bevölkerung regelmäßig Berichte zeigt, wenn sich dann niemand dafür verantwortlich fühlen will. Fakt ist jedenfalls, dass ein weit entwickeltes Volk, sie nennen sich selbst Asgard, die Erde bereits besucht haben. Die Entwicklung von denen ist soweit fortgeschritten, dass sie mir sicherlich zurück in die Zukunft helfen können.

Ich vermute, dass dieses Volk in absehbarer Zeit aussterben wird. Ich habe auf der Starfleet-Acadamie jedenfalls nie von denen gehört. Schon etwas pietätlos, den Untergang einer Rasse allen Menschen in detaillierten Reportagen zu zeigen und dazu noch, wie persönliche Beziehungen dabei kaputt gehen, aber mir soll diese Informationsfreiheit nur recht sein!

Wie immer gebe ich die Hoffnung noch nicht auf, ins 24. Jahrhundert zurück zu kommen – ich habe bereits einen neuen Weg in Aussicht: Eine Vulcanette namens “Spucky” besitzt, wie mir zu Ohren gekommen ist, eine Zeitreisecouch! Scheinbar eine verwandte Rasse der Vulkanier…

Da wäre ich nun

Es war ein ganz gewöhnlicher Tag, der auf dieser sich rotierenden Raumstation begann. Es war im Jahr 2376. Ich reiste mit einem Shuttle, um einen alten Ingenieur zu besuchen, der nun an der Akademie lehrt. Als ich mich aus meinem Shuttle auf den Planeten beamen wollte, passierte es: ich landete mehr als 300 Jahre in der Vergangenheit. Hätte ich mir eigentlich denken können – diese Transporter waren nie so ganz fehlerfrei…

Dummerweise habe ich einige schwerwiegende Verletzungen davongetragen, so dass ich schnell einen neuen Wirt brauchte. Glücklicherweise war auch gleich jemand parat, der die Straße entlang ging. Ha – und da sagen die Ärzte meiner Zeit, Menschen seien für Symbionten nicht kompatibel – bis auf ein paar Nebenwirkungen geht es mir ganz gut.

Nun lebe ich auf einem der Kontinente, er heißt Europa, an einem kleineren Meer, welches an den Atlantik grenzt. Ich weiß, dass die Crew eines Raumschiffs in cirka 50 Jahren in Montana einen Zwischenstopp machen wird. Meine Rettung.

Aber ich habe noch einen anderen Plan. In diesem eigenartigen Computernetzwerk (es heißt Internet) steht geschrieben, dass es über 60 Millionen Weblogs gibt. Ich denke, dass diese auch in Datenbanken der Zukunft auftauchen werden. Wenn ein Crewman der Zeitpolizei dies liest, wird er sicherlich den Fehler korrigieren und mich zurückholen. Bis dahin werde ich hier weiter mein Logbuch führen – es könnte ja auch ganz interessant werden!

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