Frühjahrsputz

Google Reader liegt im sterben. Die lebenserhaltenden Maßnahmen werden am 01. Juli diesen Jahres eingestellt. Nun ist es an der Zeit sich nach Alternativem umzusehen. Ich habe dazu nun den ersten Schritt getan und mit der zwar lange nicht aktualisierten, aber immer noch sehr übersichtlichen und funktionalen Weboberfläche des Google Readers (google.com/reader) alte Feeds aussortiert.
Eigentlich wollte ich meine 1000+ täglich ungelesenen RSS Posts, die durch die Reeder App auf Mac und iOS geistern und nur noch überflogen werden auf wichtige, interessante Feeds reduzieren. Aber ich habe daneben entdeckt, dass ich meine Feeds anscheinend noch nie aufgeräumt habe. Dort sind neben für mich inzwischen uninteressanten Abos auch viele Leichen im Keller. Blogs welche seit 2008 keine Updates hatten, waren nach wie vor abonniert. Es scheint auch, dass 2011 das Bloggen aus der Mode gekommen ist. Jedenfalls haben sich in diesem Jahr besonders viele aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

Mit 138 Abos beginnt nun Schritt 2 um mich auf den Tod des Google Readers vorzubereiten. Die Suche nach einer Alternative. Gestern wurde es in den TechBlogs auf und ab zelebriert, die App Reeder will den Dienst Feedbin.me als Sync Dienst integrieren. Feedbin.me war mir bis gestern völlig unbekannt, sieht aber auf den ersten Blick recht passabel aus. Kostet 2 USD im Monat oder 20 USD im Jahr.

Doch vor allem hat Feedbin.me eines allen anderen möglichen Google Reader Nachfolgern voraus: der Dienst ist bereits online und kann genutzt werden.

Google Reader ist tot. RSS lebt.



Hat Apple noch Innovationen im Keller?

Vergangene Woche wurde das iPad mini vorgestellt. Dazu gab es auch gleich noch ein Update für das „klassisch“ iPad und andere Kram, angeführt von einem flachen iMac.

Alles ganz nett, das eine oder andere Gadget würde mich auch interessieren oder fand bereits den Weg in meinen Einkaufswagen.

Alle Geräte sind auf einem recht aktuellem Entwicklungsstand. mir fallen nur Kleinigkeiten ein, die man hier und da verbessern kann (LTE um 800 MHz Band, NFC). Eigentlich sind nun alle mehr oder weniger glaubwürdigen Gerüchte in Apples Produkten umgesetzt worden.

An einen Fernseher aus dem Hause Apple glaube ich nicht, eher an einen AppStore für den AppleTV. Auf meiner Wunschliste wäre noch ein Streamingdienst alá Spotify. Ein Internetradio, wie man es vielleicht von Pandora kennt, ist für mich (momentan) eher uninteressant.

Das DVD Laufwerk ist seit der vergangenen Woche komplett aus Apples Lineup verschwunden. Vielleicht wäre es nun an der Zeit auch Flatrates für Filme und TV-Serien anzubieten?
Aber das gibt es alles schon irgendwo (eben bei Spotify oder Netflix) und kommt auch sicher irgendwann. Aber eine große Innovation ist das auch nicht.

Bis auf NFC oder ein erweitertes LTE kann ich mir auch für die nächste iPhone Generation nicht vorstellen, was man da besser machen will. Es noch dünner machen, und das sogar mit Lichtsensor?

Heise.de fragte sich vor einigen Wochen dasselbe. Dort spekuliert man, dass Apple mit einer Kamera auf den Markt kommt. Warum nicht. Photos können Sie bereits (gut!) mit den iOS Devices machen. Dazu eine Integration von Fotostream oder/und anderen Social Services und wenn das einigermaßen gut umgesetzt wird, warum nicht. Ich glaube eine Leistungsstarke Kamera auf dem Niveau einer Spiegelreflex mit diesen Schnittstellen gibt es noch nicht, oder ist sehr unbekannt. Hier würde Apple mit seinem Ökosystem auf jeden Fall punkten.

Aber sonst? holographische Monitore? Touch und Retina iMac? Irgendwas müssen Sie nächstes Jahr bringen, um den Erfolg fortzusetzen…



iPhone ?

Gerüchte und Apple sind so eine Sache. Aber bei all den Fotos und nun diesem Video scheint es inzwischen als sicher herauszustellen, dass so das neue iPhone aussehen wird. Dunkler, etwas größer, ansonsten ähnlich wie sein Vorgänger. [wenn das neue iPhone nicht so aussieht, zerstört sich dieser Post von selbst].

Reload.

Was andere (dieser oder dieser) kann ich schon lange. Lange war es in meinem Blog still geworden. WordPress wurde immer mächtiger und das kurze Bloggen eines Textes, Links o.ä. wurde der mächtigen Plattform kaum gerecht. Also versuche ich nun etwas anderes und mache es wie andere in diesen Tagen. Mein WordPress Blog wandert ins Archiv und ich starte bei Tumblr neu. Die neue iPhone App hat letzte Überzeugungsarbeit zu diesem Schritt geleistet. Mal gucken, ob es hier nun häufiger Updates geben wird.





Gibt es den Weihnachtsmann?

1) Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. ABER es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei hauptsächlich Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.

2) Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18) auf der Welt. ABER da der Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindu, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15 % der Gesamtzahl – 378 Millionen Kinder (laut Volkszählungsbüro). Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.

3) Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann für jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit für seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum nächsten Haus fliegen. Angenommen, dass jeder dieser 91,8 Millionen Stops gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muss, plus Essen usw.
Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3.000-fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug auf der Erde fährt mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde. Ein gewöhnliches Rentier schafft höchstens 24 km pro STUNDE.

4) Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird.
Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, dass ein „fliegendes Rentier“ (siehe Punkt 1) das ZEHNFACHE normale Gewicht ziehen kann, braucht man für den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man braucht 216.000 Rentiere. Das erhöht das Gewicht – den Schlitten selbst noch nicht einmal eingerechnet – auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth.

5) 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand – dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6 TRILLIONEN Joule Energie absorbieren. Pro Sekunde. Jedes. Anders ausgedrückt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt.
Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Größe der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muss) würde an das Ende seines Schlittens genagelt – mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.

Damit kommen wir zu dem Schluss: WENN der Weihnachtsmann irgendwann einmal die Geschenke gebracht hat, ist er heute tot – spätestens jedenfalls nach meinem Unfall vergangene Nacht…