Datensicherung am Mac bei Amazon mit Arq

 

Datensicherung und Backups sollten selbstverständlich sein. Heute mehr als früher. Die Tatsache, dass die ganze Musik, alle Dokumente und mehr einzig auf der Festplatte des Heimcomputer- oder Servers lagern ist zwar praktisch, aber auch ein Risiko. Als Nutzer des Apple Betriebssystems Mac OS nutze ich natürlich auch die darin enthaltene Time Machine. Man schließt hier eine externe Festplatte an den Mac an und dieser sichert zu Beginn den kompletten Mac (bis auf evtl. selbst definierte Ausnahmen). Wenn das geschehen ist, werden alle Dateien die sich verändern auf der externen Festplatte erneut gesichert.

Falls nun einzelne Dateien versehentlich gelöscht werden, bestimmte Dateien überschrieben werden oder aber ganze Teile bzw. das gesamte System/die Festplatte versagt, kann man diese Wiederherstellen. Sollte irgendwann die Backup-Festplatte voll sein, kann man diese austauschen und bei Seite legen oder für jede neue Datei eine alte löschen. Soweit zu der bekannten und verbreiteten Methode.

Aber was ist bei einem Brand oder dem Fall, dass sich ein Einbrecher in die eigenen vier Wände verirrt und widerrechtlich ein paar Gegenstände mitnimmt? Hier hilft diese Methode nicht mehr soviel.

Ich habe lange gesucht und fand verschiedene Methoden die Daten „in der Wolke“ zu sichern – also auf externen Servern. Es gibt zahlreiche Serverdienste wo man ab ca. 5 US Dollar im Monat seinen Computer auf deren Servern sichern kann. Wirklich vertrauen konnte aber keines der Unternehmen vermitteln – was aber subjektive Meinungen von mir sind. Da frage ich mich zum Beispiel, was ist, wenn die Firma pleite geht oder deren Server abrauchen?

Nach einiger Suche bin ich auf Amazon Web Sercvices (AWS) gestoßen. Der Internetbuchhändler verkauft inzwischen nicht nur jeden erdenklichen Mist sondern stellt Unternehmen, Entwicklern und auch Privatpersonen Weblösungen zur Verfügung. Meine Augen haben besonders S3 (Simple Storage Service) fixiert. Hier kann man zu reicht günstigen Konditionen seine Dateien sichern. Grundgebühr fällt keine an, man zahlt lediglich für Traffic und benutzten Speicherplatz (-> Preise). Das Problem ist, dass man den Amazon Server nicht als Backupvolume in Apples Time Machine hinterlegen kann. Dafür gibt es aber ein sehr interessantes Programm. Arq (deutsch: Arche). Der Funktionsumfang ist praktisch identisch mit Apples Time Machine – mit dem Unterschied, dass die Daten, auf in meinem Fall irländischen, Servern gespeichert werden.

Dies ist kein Ersatz für die Time Machine von Apple. Aber eine sinnvolle Ergänzung. Eine Versicherung kann in oben genannten Ausnahmefällen viel Ersetzen, aber das „digitale Leben“ nicht. Ob Amazons Server nun sicherer sind, als die der anderen Backupdienste, weiß ich nicht. Aber sie vermitteln ein gewisses Vertrauen, was ich von den anderen Services nicht erhalten würde. Ich werde Arq in Verbindung mit Amazon S3 in Zukunft als Zweitbackup neben der Time Machine nutzen und hoffentlich nie in Anspruch nehmen müssen.

Links zum Thema:
Arq Software
Amazon S3
Einen Blogbeitrag über die genaue Funktionalität von Arq (da steht ziemlich genau das, was auch mein Eundruck ist – das muss ich nicht nochmal niederschreiben…)



  • Ben

    Aber S3 kostet halt ein bisschen mehr als Backblaze & Co…

  • stimmt.. ab ca. 50 GB wird es teurer als die anderen Dienste. Aber wie erwähnt, will ich mir beim Backup sicher sein, dass ich jederzeit daran komme – das konnten Blackblaze, CrashPlan & Co nicht vermitteln – zumindest nicht mir.

  • Ben

    Das geht ja noch. Ich sichere meine wichtigsten Daten in der Dropbox.

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