Alles hat ein Ende, Teil 2 [24]

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Am vergangenen Montag ging es dann nach acht Jahren auch mit 24 zu Ende. Die Details der Handlung erspare ich mir an dieser Stelle einmal und komme gleich zu meiner Meinung. Die erste hälfte der Staffel begann überwiegend langweilig (Es gab ein paar Ausnahmen), das änderte sich aber ungefähr bei dem Zeitpunkt, als Hassan sterben musste. Es wurde endlich spannend und das alte 24-Feeling kam auf (und hielt trotz meiner Bedenken, siehe nachfolgend, bis zum Ende an). Die Story um die Russen wirkte jedoch zweifellos sehr konstruiert und das fand ihren Höhepunkt im Finale.

Erst – um jeden Preis – Rache für den Tod von Renee Walker und dann, nach ein paar zurufen von Chloe ändert Jack seine Meinung und es geht nur noch darum eine Speicherkarte sicher aus dem UN-Gebäude zu befördern. Mal abgesehen davon, dass genau so eine Situation schon mehr als einmal in 24 vorkam, es wirkte auf mich, als hätten die Autoren die restliche Screentime der Serie falsch eingeschätzt. In den letzten 3o Minuten geht auf einmal alles Schlag auf schlag und wirkt total unrealistisch. Den Höhepunkt fand das darin, dass Jack Bauer als freier Mann – und offensichtlich gar nicht mehr so verletzt wie zu Beginn der Doppelfolge die „Serie“ verlassen kann.

Damit hat man sich zweifellos eine Tür zu den Kinos offen gelassen – an dessen Drehbuch ja bekanntlich auch bereits geschrieben wird – aber es tat dem Ende nicht gut.

‚Unrealistisch‘ wurde im Laufe der Serie eh immer größer geschrieben und darüber sollte ich mich zum Schluss mal besser nicht aufregen. Versüßt hat das Ende auf jeden Fall die Mimik von Charles Logan. Jack Bauers Nemesis der vergangenen Staffeln (Gregory Itzin ist ein grandioser Schauspieler!) war ganz klar der Charakter-Höhepunkt in den letzten Wochen von 24 und sorgte dafür, dass das Serienende nicht ganz so schmerzlich wurde.

Da der Abschied nicht endgültig war, warte ich jetzt mal darauf, was die Produzenten und Autoren uns im Kino präsentieren.