Filmkritik: Alice im Wunderland

Alle warten auf ihn, den neuen Disney Film von Tim Burton. Nun ist er in den Kinos und die Erwartungen sind alles andere als gering. Alice besucht das Wunderland ein zweites Mal, kann sich zu Beginn aber nicht an die ersten Begegnungen mit dem verrückten Hutmacher und der grinsenden Katze erinnern. Alice wird ein finaler Kampf prophezeit, in welchem Sie das Ungeheuer der roten Königen besiegen soll. Völlig davon überzeugt, nur zu träumen lässt sich sich auf die nachfolgenden Ereignisse ein.

Die Erwartungen an Alice im Wunderland waren nicht geringer als jene von Avatar. Eigentlich waren sie sogar größer, denn im Gegensatz zu Avatar kannte der Zuschauer die Story und wollte etwas neues, verrücktes erleben. Tim Burton schafft es einen skurrilen Film zu produzieren, welcher die bekannte Geschichte neu interpretiert. Der Film wirkt sehr kurzweilig und macht spaß. Aber ist es dass, was die Leute sehen wollen? Für meinen Geschmack wurde die Handlung ein wenig zu schnell abgehandelt. Skurrilität gab es zwar, hat aber viel platz nach oben. Johnny Depp und Mia Wasikowska sind eine perfekte Besetzung. Depp mimt den Hutmacher nicht nur als verrückt, er ist psychisch labil. Mia Wasikowska war mir bisher unbekannt, setzt aber die naive Alice perfekt in Szene. Der Showdown des Films machte deutlich, dass das Wunderland des 21. Jahrhunderts alles andere als einer kunterbunte Welt ist. Es wird düster und dramatisch.

Viele werden den Film wahrscheinlich wegen des 3D im Kino schauen. Um es kurz zu machen: es lohnt nicht. Das 3D kommt lange nicht an die Effekte von Avatar oder Up heran. Das liegt wohl mit daran, dass alles in 2D gedreht und erst nachträglich bearbeitet wurde. Ich werde bei der Alice Blu-ray im Heimkino der 3D-Technik des Kinos meiner Wahl nicht nachtrauern.

Fazit: Der Film ist gut, er macht spaß. Es sind 102 tolle Minuten, aber nicht der Hit, den die Medien prophezeit haben.