Mobbing am Vorabend

Die Farm (Copyright by RTL)

Was passiert, wenn man zu „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ keine C-Promis nimmt, sondern einfach nur Leute der unteren Einkommensschicht? Und wenn man dann auch noch etwas für die Umwelt tun will um Kerosin zu sparen, verlegt man den Handlungsort in das edyllische Norwegen. Das Ergebnis ist „Die Farm“, der neuste Misserfolg von RTL.

Inka Bause hat zehn Leute auf eine jahrelang ungepflegte Farm in Norwegen geschickt und begleitet sie mit Kameras. Berufsgruppen sind alle vertreten – von der verrückten Heilerin über den Piloten, zu dem wahrscheinlich nie wieder ein Mensch ins Flugzeug steigt zur Hartz IV Empfängerin, welche nach einer Folge herausgemobbt wurde. Letztere, Steffi, kam gestern in die Sendung. Nichts ahnend, dass bereits alle Mitfarmer beschlossen haben, sie herauszumobben – und so kam es dann schließlich auch.

„Ich würde mich freuen, wenn wir ein Topmodel oder ein Pornosternchen mit dabei hätten.“

Genau wie in „Bauer sucht Frau“, zeigt die Show dem geneigten Zuschauer, wie viele Adjektive man doch kennt. Der schöne Nagelpfleger, der schüchterne Klavierbauer und der lustige Betonbauer sind nur ein kleiner Auszug.

RTL zeigt mal wieder, wie man einen Vorabend nicht gestalten sollte. Ich frage mich, wann Shows dieser Art nicht mehr als Doku sondern auch in der Programmzeitschrift als das angepriesen werden, was sie sind: Trash.