Stromberg ist zurück

Stromberg (ProSieben/Brainpool)

Nach langer Pause ist nun Stromberg auf die Bildschirme zurückgekehrt. Und ich habe den dumpfen Eindruck, dass ProSieben die vierte Staffel einfach nur schnell ausstrahlen will – das geht am besten mit Folgen im Doppelpack am Dienstag Abend. Denn die zehn Folgen haben die Zuschauer damit in gut einem Monat gesehen. Sofern sie nicht auf die DVD zurückgreifen. Die vierte Staffel ist nämlich bereits ab sofort im Handel erhältlich.

Das heißt aber nicht, dass ProSieben keine Werbeeinnahmen aus der Ausstrahlung einkalkuliert. Gesponsert wird diese offensichtlich von Microsoft und Windows7. Zumindest ist an jeder freien Ecke das Windows-Logo zu finden und auch die Schauspieler waren sich nicht zu Schade ihren Kopf für das neue Betriebssystem herzugeben.

Inhaltlich will ProSieben/Brainpool in der neuen Staffel neue Wege gehen und versetzt Bernd Stromberg aufs Land. Findorf heißt die fiktive Stadt, die man erschaffen hat und wo eine Capitol-Versicherung natürlich nicht fehlen darf. Aber, wenn ich Stromberg mal zitieren darf, „es siehtaus wie ein Sargdeckel, kann aber auch ein Sprungbrett sein“. Stromberg spekuliert auf viele erfolgreiche Versicheurngsabschlüsse um endlich bei einer Beförderung berücksichtigt zu werden.

Für mich war der Weg nach Finsdorf, das Juwel der Heide, ein richtiger Weg für die Entwicklung der Serie – auch wenn er leider nicht so radikal wie es vielleicht nötig wäre beschritten wurde. Noch immer gibt es Szenen im „Hauptbüro“ der Capitol-Versicherung, die man sich für meinen Geschmack hätte sparen können. Hier habe ich immer wieder das Gefühl, man hat keine Ideen mehr für interessante Handlungen. Der Humor dieser „Bürodokumentation“ ging mit nach Finsdorf. Und dort gibt es viel potential für eine erfolgreiche Fortsetzung der preisgekrönten Serie.