Gametest: Anno 1404

Der Erfolg von Anno ist nicht zu bremsen. Der vierte Titel, Anno 1404, begleitet uns in die Welten von Orient bis Okzident. Kevin Reymann hat sich den neusten Titel von Ubisoft angesehen und berichtet über die Neuerungen…

Zu Beginn des Spiels muss man sich für eine Spielemodi entscheiden. Schnellstart, Endlosspiel, Szenarien und Kampagnen stehen zur Auswahl. Während bei den Szenarien eine zu Beginn bekannte Aufgabe zum Spielende führt, geht es in den Kampagnen in einer recht schön aufgebauten Story darum diese voranzutreiben. Hauptaufgabe zu Beginn der Kampagne ist es, beim Bau eins Doms von Lord Richard Northburgh zu helfen, z.B. mit Lieferungen von Holz oder Fisch. Doch dabei bleibt es nicht. Es gibt im laufe der Kampagnen immer weitere Computerspieler die einem mit ihren Aufgaben behelligen. Es dauert nicht lange, bis sich die Story zu einem Kampf entwickelt. Nachteil in meinen Augen an dieser Spielmodi ist, dass die aufgebauten Kolonien zum Ende einer Teilaufgabe auf einen Null-Zustand gesetzt werden. Es ist fast egal, ob man die Straßen günstig und vorausschauend baut. Am Ende bekommt man wieder eine Karte der Entwickler vorgesetzt, wo es dann doch wieder passt. Es geht eigentlich wirklich nur darum, die Ziele zu erreichen.Wenn man auf die Story weitgehend verzichten kann und sich einfach nur ein riesiges Imperium schaffen will, sollte man zum Endlosspiel greifen. Grenze ist hier nur das schlechte wirtschaften des Spielers. Einen Multiplayer-Modus sucht man ab dieser Anno-Version übrigens vergebens. Für mich kein großer Verlust. Der eine oder andere wird sie aber bestimmt gerne genutzt haben.

anno1404_1g

Spiel-Neulinge müssen ebenfalls auf bisher bekannnte Teile des Spiels verzichten: das Tutorial. Einen Einstieg in das Spiel bringt zwar der Kampagnen-Modus, aber nicht so detailliert wie Anno 1701. Was ich ebenfalls vermisse, ist die Karte (respektive Poster), welches den Anno-Titeln bisher beilag. Hier waren alle Warenströme recht übersichtlich abgebildet. Die Informationen erhält man zwar auch direkt aus dem Spiel, aber schade um die schöne Übersicht.

Auf den ersten Blick, hat sich die Grafik nicht verbessert. Daher lohnt sich ein zweiter! Gebäude sind im Detail viel realistischer geworden. Genauso wie die Bauern, Bürger, Patrizier und Adeligen (eine Zivilisationsstufe wurde in diesem Titel eingespart). Besonders erwähnenswert ist das noch mal realistischer wirkende Wasser! Das Spiel lässt ein sehr nahes Zoomen zu. Wenn man den Menschen bei ihren Tätigkeiten zusieht, kann man schon einmal die Bedürfnisse derjenigen aus den Augen verlieren. Hier sie noch einmal angemerkt, dass sich die Systemvorraussetzungen zum vorherigen Titel kaum verändert haben.

Der vollständige Bericht ist bei SF-Radio.net zu finden!