Wohin damit?

Das wird heute bei knuspermagier.de gefragt.

Bei meinem letzten Umzug vor ca 3 Jahren habe ich bereits alle meine Bücher (mit sehr wenigen Ausnahmen) bei rebuy oder einem ähnlichen Dienst (ich weiß nicht mehr welcher es war) in großen Umzugskartons für einen Bruchteil des Kaufpreises in Zahlung gegeben verramscht. Der Prozess des einpacken und hinschicken war schmerzlich. Danach verspürte ich jedoch nur noch Erleichterung. Ich nutzte hier bereits meinen Kindle seit einiger Zeit und bereite diese Entscheidung bis heute nicht.

Seit dem Deutschlandstart von Netflix wandern immer wieder nach und nach meine DVDs und Blu-rays zu eBay und werden dort auch oft zu schmerzlich geringen Preisen verscherbelt. Was mehre hundert Discs waren hat sich inzwischen auf ein Minimum reduziert (Star Trek blieb noch erhalten – bis jetzt). Auch das habe ich eigentlich nicht bereut. Mit Festplattenrekorder nehme ich im TV bereits jetzt mehr tolle Sachen auf, als ich schaffe wegzuschauen. Dazu kommen neue Sachen auf Netflix, Amazon Prime und iTunes.

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Musik habe ich nie im großen Stil besessen. Seit Jahren setzte ich hier auf Spotify, inzwischen Apple Music.

Ich denke nicht (mehr), dass man ein komplettes Archiv der Medienlandschaft hier vorhalten muss. Es gab noch keine Situation, in der ich seit diesen Entscheidungen „aufzuräumen“ nicht bei einem der Dienste das bekommen habe, was ich gerade sehen will.



Fernsehen im Jahr 2015, Teil 1

In Caschys Blog wurde heute verlautbart, dass Fernsehen in der jungen Generation eher ein Medium ist, welches sich nach und nach in die tieferen Jagdgründe verabschiedet.

Ich habe viel mit Studenten Anfang bis Mitte 20 zu tun und niemand aus meinem Bekanntenkreis nimmt tatsächlich noch aus dem Fernsehen Sendungen auf. Eher wird das TV-Programm zur Berieselung genutzt und ansonsten eben über Streaming-Anbieter mal ein Film oder eine Serie geschaut. Das klassische Schema „Wenn ich nicht daheim bin, nehme ich meine Lieblingssendung auf, damit ich sie später gucken kann“, gilt für andere Generationen aber durchaus noch.

Ich zähle mich als Endzwanziger mal mit zu dieser Generation und muss widersprechen. Ich denke zwar auch, dass sich andere Medien weiter entwickeln und auch hier die Marktanteile weiter (rasant) steigen werden, aber das Fernsehen ist noch lange nicht tot. Jedenfalls nicht unter den aktuellen Bedingungen in Deutschland.

Zum einen finde ich nicht, dass alles was im linearen Fernsehen läuft, blödsinn ist. Bei den eingekauften Sendungen, also Fernsehserien und Filme, ist man sich wohl einig, dass dort viel gutes dabei ist. Zwar kann man diese Sachen (meist sogar besser) über Streamingplattformen sehen, aber hier gibt es (in Deutschland) einen entscheidenen Nachteil: die Sachen gibt es (meistens) entweder nur mit großer Verzögerung oder gleichzeitig zur Ausstrahlung im Fernsehen zu kaufen. Warum soll ich bei iTunes 2,50 EUR für eine neue Episode „The Big Bang Theory“ zahlen, wenn ich sie am selben Tag kostenlos auf ProSieben sehen kann? Von Netflix oder Amazon Prime brauche ich gar nicht zu reden – hier dauert es meistens noch länger, bis die Episode verfügbar ist. Wieso also nicht den Festplattenrecorder (ich habe eine VU+ Duo2) programmieren und es sich ansehen, wenn Zeit dafür ist – oder vielleicht sogar „live“ im Fernsehen, wenn man gerade Lust hat.
Hier bestätigen Ausnahmen natürlich die Regel. Netflix und Amazon Prime machen hier einen immer besseren Job und haben inzwischen auch für deutsche Kunden etwas mehr zu bieten (wobei es bei „House of Cards“ mit dem Sky Deal mehr als vermasselt wurde). Ich habe kein Sky Abo. Um nicht drei Jahre auf eine neue Staffel von „Game of Thrones“ warten zu müssen, greife ich hier auch auf den iTunes Season Pass zu, welcher glücklicherweise mit der deutschen Ausstrahlung bei Sky parallel verfügbar ist.

Die legalen Wege sich abseits vom Fernsehen halbwegs aktuell eine TV Serie anzusehen, sind in Deutschland noch nicht weit genug fortgeschritten, um von diesem Medium meiner Meinung ganz abzusagen. Es würde gehen, wenn man die OV Season Pässe bei iTunes oder Amazon kauft; es gibt aber wenige Serien, die ich so dringend sehen muss, dass ich nicht auf die Synchro warten kann. Ich mag die deutsche Sprache und das meiste wird auch ganz gut synchronisiert).

Zurück zum Thema. Auch wenn man sich den ganzen fiktionalen Content auch (meistens, irgendwie) irgendwo anders besorgen kann, gibt es noch den informationellen Content. Hier gibt es sehr viel Schwachsinn. Kein Mensch auf diesem Planeten braucht Sendungen wie „Bauer sucht Frau“ oder „Die Super Nanny“. Und was das sich bestimmte Formate als Nachrichtensendung bezeichnen dürfen, sollte verboten werden. Ich will nicht wissen, wie viele meiner Mitbürger diesen Schwachsinn glauben, der da versendet wird. Als Lichtblick empfinde ich hier aber die Öffentlich-rechtlichen Sender. Tagesschau und heute journal, sowie div. Magazine sind sehr sehenswert – kosten ja schließlich auch genug. Und wenn ich schon dafür zahlen muss, dann möchte ich auch etwas davon haben. Nachrichten nur online sind mir einfach zu wenig (wenn auch eine wichtige Ergänzung). Mit dem Mediatheken gehen die Sender einen Schritt in die richtige Richtung. Der Zugang zu diesen finde ich aber noch nicht einfach genug – das muss er sein, um Massentauglich zu werden. Wenn ich mir eine Sendung hieraus nicht auf dem Computer, Tablet oder Smartphone – sondern auf dem Fernseher ansehen möchte, muss ich mir momentan mit AirPlay behelfen. Das funktioniert. Aber es ist nicht Massentauglich. Vielleicht ändert sich das, mit einer ZDF App auf einem neuen Apple TV – und der Einbindung in Contentübergreifende Suche.

Kennt jemand „heute+“. Das ZDF hat sein Nacht-Nachrichtenmagazin eingestampft und diese „junge“ Sendung gestartet. Sie läuft um 23:00 Uhr live im Internet und gg. Mitternacht dann als Aufzeichnung im Fernsehen. Zudem gibt es div. social Schnittstellen um mit den Zuschauern (irgendwie) in Kontakt zu treten. Ob man wirklich mit einem iPad im Nachrichtenstudio stehen muss und aus Periscope die aktuellen Kommentare vorzulesen, weiß ich nicht. Aber der Grundgedanke ist richtig.

Dann gibt es noch ein paar andere Sendungen, wie „Circus HalliGalli“. Die gibt es auch online. Hat aber schon mal jemand die Medientheken (wenn man es so nennen will) von ProSieben oder RTL versucht zu nutzen? Das halte ich für praktisch unmöglich. Also doch wieder lineares Fernsehen.

Fortsetzung demnächst in Teil 2 ;-)



Hey Siri, ist letzte Woche irgendwas interessantes passiert?

Apple Event September 2015

 

Die beiden Herbst Events hat Apple in diesem Jahr zu einem zusammengefasst. Zumindest gibt es bis dato keine Hinweise über eine weitere Keynote in diesem Jahr. Das spiegelte sich auch in der Laufzeit des Events wieder. 2 Stunden und 19 Minuten haben Tim Cook und seine Kollegen die Neuigkeiten aus der Schmiede der technischen Innovationen vorgestellt. Das ist jedenfalls noch immer die Erwartungshaltung, die im Vorfeld gegeben ist und im Nachhinein von der Presse als ‚Enttäuschung‘ dargestellt wird. Ist das wirklich so?

iPhone

Mehr Prozessor, mehr Megapixel, mehr Farben. Alles absehbar. (Rosé Gold sieht übrigens um längen besser aus, als die Gold Variante)

Es ist keine Überraschung, dass das neue iPhone 6S bzw. 6S Plus heißt. Auch keine Überraschung war, dass das neue Flaggschiff von Apple die „Force Touch“ Technologie mitbringt, welche bereits von der Apple Watch bekannt ist. Nur hat Apple sich entschieden ihr einen anderen Namen zu geben. „3D Touch“.  Das hat wohl den Grund, dass hier eine Ebene mehr vorhanden ist, was für das iPhone mit dem größeren Bildschirm als der Watch auch sinnvoll ist. Eine Handvoll Beispiele wurde gezeigt. Einige wirken etwas konstruiert, andere erscheinen sehr sinnvoll. Wie genau die Technologie zum Einsatz kommt, zeigen wohl erst die nächsten Wochen, wenn die Entwickler damit ein wenig experimentiert haben. Es ist meinen Augen die logische Weiterentwicklung des Multi Touch und bin gespannt, ob die Praxis die geweckten Erwartungen der Keynote erfüllen wird.

Live Photos“ war vorher nicht durchgesickert und ich glaube, dass diese Technologie der heimliche Gewinner der Keynote ist. Die per default on Funktion nimmt bereits auf, wenn die Kamera App startet. Die 1,5 Sekunden vor und nach einem Foto werden zusammen mit dem Foto gespeichert, der rest wird weggeworfen. Gespeichert wird auch der Ton. Es gibt hier offene Fragen, z.B. wie es mit dem Format und der Kompatibilität abseits von Apple aussieht (man betonte, es seien nach wie vor Fotos und keine Videos), aber man kann nur erahnen, welches potential in dieser Funktion steckt.

Siri gibt es noch immer nicht im Mac. Aber dafür ist man beim iPhone einen Schritt weitergegangen, und lässt Siri nun bei jedem Wort zuhören. „Hey Siri“ gab es bereits vorher, bislang musste aber ein Kabel angeschlossen sein. Das fällt nun weg. Endlich. Während ich mit einem Ohr die Klagen der Datenschützer höre, ist das eine gute Weiterentwicklung von Apples Sprachassistentin und macht diese Funktion erst in der Praxis nutzbar.

Als Randbemerkung hat man noch fallen lassen, dass es nun ein Abo bei Apple gibt, um sich alle 12 Monate ein neues iPhone zu kaufen. Erstmal nur in den USA, später auch woanders. Mit den Details habe ich mich noch nicht befasst, aber überfällig war es. Die Mobilfunkanbieter haben sowohl in den USA als auch in Deutschland erkannt, dass es User gibt, die jedes Jahr ein neues Telefon wollen und Super-Premium-Tarife ins Leben gerufen. Die Bedingungen sind hier sehr unterschiedlich, unterm Strich habe ich aber bei allen Angeboten vor allem einen Gewinner gesehen. Apple bzw. den Mobilfunkanbieter. Vielleicht beschäftige ich mich an spätere Stelle mit diesem Thema mal genauer. Mein Vertrag läuft noch ein Jahr und ich warte auf das 10. iPhone, das iPhone X iPhone 7.

Apple TV

Der Apple TV hat endlich das lange erwartete Update bekommen. App Store, Siri (welches trotz dauerhafter Stromquelle nicht always mitlauscht, man muss die Sire Remote benutzen) und ein paar andere Kleinigkeiten.

Primär hoffe ich durch die neue Hardware und die Möglichkeit richtiger Apps auf vor allem schnellere Apps. Netflix macht im Moment keinen wirklichen spaß auf dem Apple TV. Sekundär bin ich gespannt, wie gut Siri funktionieren wird (in Deutschland). Und dann hoffe ich, dass auch Amazon Prime Instant Video (oder wie auch immer Lovefilm gerade heißt) eine App auf dem Gerät finden wird, welche ihren Katalog mit in die (dann hoffentlich funktionierende Suche) einfließen lässt. Werstreamt.es ist dann nicht mehr nötig. Es wäre grandios zu sehen, dass Serie XX bei iTunes gekauft werden muss, bei Netflix nicht zur Verfügung steht, ich sie aber bei Amazon streamen könnte.

Wie es mit dem Spielen wird, die ja max. 200 MB groß sein dürfen (wie alle anderen Apps), kann ich mir noch nicht reicht vorstellen, die eine oder andere App aber schon.

iPad (Pro)

Sicher war, dass es kommt, nicht nicht wann. Eine großes iPad kann ich mir durchaus als Notebook Ersatz vorstellen. Schon jetzt nutze ich das iPad unterwegs weitaus mehr. Das Tastatur-Case sieht durchaus aus, wie ein Produkt eines großen Mitbewerbers – welcher zur Überraschung vieler auch einen kleinen Platz in der Keynote hatte. Eine gute Entscheidung von Apple, denn dieses iPad wird seinen Platz wohl eher im Enterprise Bereich finden und hier ist Office der iLife Produktserie (nicht erst seit den Apps) weit voraus.

Nobody wants a Stylus

Das steht in der Überschrift vieler Pressestimmen. Es ist aus dem Kontext gerissen. Für ein iPhone (2G) mit Minibildschirm ist ein Stylus Schwachsinn. Für ein großes iPad hat er aber eine Daseinsberechtigung. Der Pencil von Paper 53 ist übrigens auf dem iPad Air auch ganz toll. Faszinierend bin ich von der Ladedauer dieses Eingabestifts. 15 Sekunden reichen aus für 30 Minuten.
3D Touch sucht man hier übrigens vergebens. Man will ja noch etwas für das iPad Pro 2 aufsparen.

Ansonsten ist das iPad Pro ähnlich wie ein großes iPad (Air/Mini). Touch ID, Retina, Kamera. Die iPad Pros bei Konzerten oder in Touristengruppen sehe ich schon jetzt vor mir.

Apple Watch

Neue Farben, neue Armbänder und neues watchOS. letzteres war bereits seit der WWDC bekannt, alles andere konnte man sich ohne Analytiker oder Insider denken.

watchOS 2 erscheint kommende Woche. Es bringt hoffentlich den Geschwindigkeitszuwachs, den die Apple Watch sehr dringend nötig hat.



Gametipp: Lifeline für iOS und watchOS

Lifeline führt seit einigen Tagen die Charts im (deutschen) iTunes Store an und ist seit langer Zeit ein Game, welches mein Interesse wecken konnte. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an Textbasierte Adventures? Dies ist so eins und es wirkt trotz des Alters in diesem Genre überhaupt nicht altbacken.

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Worum geht es?

Ihr bekommt einen Funkspruch von Taylor der irgendwo mit einem Raumschiff notgelandet ist. Er ist offensichtlich alleine und überlässt ab sofort in der Regel euch die Entscheidung, welchen Weg er gehen sol. – im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Spiel läuft mehr oder weniger in Echtzeit, oder versucht es zumindest so darzustellen. Taylor fragt und gibt immer zwei Antwortmöglichkeiten vor. Ihr entscheidet und Taylor läuft los. Wenn er nun einen kilometerweiten Weg gehen soll, hört ihr erstmal nichts von ihm. Sobald er wieder was zu sagen hat, bekommt ihr eine Push Notification.

Falsche Entscheidungen können dabei Fatal sein. In meinem ersten Durchgang habe ich ihm gleich ein Bein gebrochen und das Spiel war „game over“.

Das Spiel kostet 99 Cent und ist im App Store erhältlich. Dies ist das erste Spiel, welches ich als gelungen (und überhaupt tauglich) für die Apple Watch halte. Durch einen ähnlichen Aufbau wie in der Massages App und Spielenden die eigentlich nie länger als drei Minuten dauern, ist es für die Uhr wie gemacht.

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Apple Music … oder das was es werden sollte?

Apple Music ist da. Im Zuge der Testphase habe ich meine Anit-Netzneutralitäts-Telekom-Spotify-Option gekündigt (was online mit einer Fehlermeldung endete und nur telefonisch ging) und mich auf das Abenteuer Apple Music eingelassen.

Vorweg: die Migration vor einigen Wochen Aperture -> iCloud Foto Bibliothek hat ohne größere Fehler funktioniert. Ich neige sogar dazu zu sagen, dass ich den verbesserten Sync Features die Pro-Features von Aperture nicht mehr nachtrauere. Als es am Dienstag 18 Uhr losging, wurde mein Eindruck immer größer dass irgendwas nicht stimmt. iTunes vermittelte mir den Eindruck, als würde man mit mit dem Auto genau auf eine frisch geteerte Straße fahren. Es sieht vielleicht fertig aus – aber das ist es leider noch nicht ganz.

Foto: Autobahnpolizeiinspektion Thüringen

Foto: Autobahnpolizeiinspektion Thüringen

So ähnlich muss es sich im Untergrund meines Mac gefühlt haben, als ich das Update von iTunes 12.2 installiert habe.

Aber der Reihe nach. Da Spotify leider keine (einfache) Möglichkeit bietet meine Playlists zu exportieren, welche ich dann in iTunes wieder importieren kann, habe ich angefangen die Titel einzeln zu suchen und hinzuzufügen. Ein warmer Sommerabend sollte hier ausreichen. Irgendwann habe ich mit erschrecken festgestellt, dass ich an die 16.000 Titel mehr in einer Playlist hatte, als geplant. Bei genauerem hinsehen fiel auf, dass es sich um denselben Titel handelte, welchen ich unter Garantie nicht 16.000 mal hinzugefügt habe (denn auch das hinzufügen ist kein Benutzerfreundlicher Workflow, wenn wir gerade dabei sind – irgendwie fehlt bei jedem 10. Klick die Liste der Playlists, in die ich den Titel einfügen will).

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So gut ist der Titel nun auch nicht

Der Screenshot ist übrigens ganz gut gewählt: wo sind denn die AlbunCover? Und wieso sind nach einem Neustart von iTunes oder der Music App auf dem iOS gerät jedes Mal andere Cover nicht sichtbar? Es sind auch nie dieselben Cover eines Titel/Album auf iOS oder iTunes nicht sichtbar.

Glücklicherweise musste man die Titel nicht einzeln entfernen. Markieren und ENTF funktioniert. Nicht so glücklich: Das passierte mehrere Male beim bestücken der Playlists. Auch nicht so toll: Wenn ich sie in iTunes gelöscht hatte, dauerte es ein paar Stunden, bis die Songs auch bei Apple wieder raus sind. Eine Playlist auf dem iOS Gerät mit der Random Funktion abspielen zu lassen funktioniert nicht so gut, wenn ein Titel überdurchschnittlich oft aushaucht.

In einem Podcast habe ich diese Woche gehört, dass jemand mehrere Millionen desselben Titel in seinem iTunes hatte und dieses dann auch nicht mehr startete. So schlimm war es dann bei mir doch nicht. Was mich aber wundert ist, dass es ja offensichtlich kein Einzelfall ist, ich bei Apple in den Support Communitys dieses Problem (bis gestern) nicht finden konnte.

Was noch? Wieso kann ich Titel über die Suche in Apple Music finden und abspielen. Wieso kann ich sie dann in eine Playlist hinzufügen, aber nur auf einem iOS Gerät hören. In iTunes aber nicht über die Playlist – nur über die Suche. Mein Gedanke war, der Künstler (es ging nicht um einen Taylor Switft Titel) wollte, dass man die Titel überall hört und dies etwas einschränken lies von Apple. Aber das erklärt dann nicht, warum man über die direkte Suche des Titel/Album problemlos auf Play drücken kann.

iTunes - Play geht nicht

iTunes – Play geht nicht

 

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iOS – alles bestens

Dann noch ein paar Kleinigkeiten – Wieso sind Audiobooks nun in iBooks. Jedenfalls auf den mobilen Geräten? Passt meiner Meiner Meinung nach nicht. Eine eigene App wäre besser. Auch sind beim Update bei mir alle Titelbezeichnungen der Audiobook Einzeltitel verloren gegangen. Wo die Tracks früher hießen „1. Einleitung, 2. Hauptteil, 3. Schluss“, steht jetzt nur noch „1. Titel 2, 2. Titel 2“. In iTunes sind die Daten noch da, worüber ich sehr froh bin, ich hätte sie aber auch gerne wieder auf dem iOS Gerät.

Von diesen ganzen Dingen abgesehen, die vielleicht ein bisschen jammern auf hohem Niveau aber ein paar der Probleme nerven schon. Über die für mich noch unübersichtliche Benutzerführung verliere ich mal nur wenige Worte. Spotify ist hier sicher auch ganz und gar nicht optimal und nach ein paar Tagen „verstehe“ ich iTunes da schon etwas besser (die iOS App ist um längen besser/durchdachter gelungen, als sein großer Bruder). Schön wäre es, wenn man schneller erkennen könnte, was eigene Songs sind und was geliehene Streams sind. Es wird mir etwas zuviel gemischt bzw. nicht genug differenziert. Vielleicht zeigt sich in Zukunft aber, dass dies der richtige Weg ist um ein einheitliches Gesamtbild zu präsentieren.

Was Apple auf jeden Fall richtig gemacht hat, ist die dreimonatige Testphase. Die werden die meisten User auch brauchen um sich zu entscheiden, welchem Streamingdienst sie ihr Geld geben wollen. Angeblich gibt ein Durchschnittlicher User in Deutschland im Jahr 60 EUR für Musik aus. Beim Streaming sind es 120 EUR. Apple wird es schaffen neue Kunden auf dieses Geschäftsmodell aufmerksam zu machen. Aber ob sie es schaffen, dass die Kunden bei Apple bleiben? Ich bin mir da nicht so sicher.

 



Apple Watch Hands on

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Seit Freitag 09:01 Uhr kann die Apple Watch bestellt und auch von normal sterblichen Menschen angesehen werden. Bestellt habe ich sie auch direkt, angesehen erst gestern. Bei absolutem Nichtgefallen, hätte ich die (Vor)Bestellung stornieren können.

Um sich die Apple Watch anzusehen kann man einfach in einen beliebigen Apple Store gehen. Im bekannten Tischdesign wurde eine Glasplatte eingelassen um darunter die Watches in den möglichen Kombinationen zu präsentieren. Zumindest in den Konfigurationen, wie man sie auch direkt ordern kann. Anfassen ist hier nicht gestattet. Dann gibt es kleine Sockel, an denen eine Uhr befestigt ist – zusammen mit einem Bildschirm. Beides arbeitet Synchron. Hier kann man die Funktionen der Uhr weitgehend ausprobieren – jedoch nur Apple eigene Apps. Auf dem Bildschirm daneben werden diese ein wenig erklärt.

Man kann die Uhr auch anprobieren. Dazu sollte man vorerst wohl vorab einen Termin buchen. Ein Store Mitarbeiter öffnet dann mit seinem magischen iPhone eine Schublade in einer der Tische wo sich ebenfalls Uhren mit verschiedenen Armbändern befinden.

Soweit zum Ablauf. Nun zum Eindruck: technisch kann ich mir durchaus vorstellen, eine solche Uhr dauerhaft zu tragen. Ich hatte bereits ein paar Wochen eine Pebble im Test und denke, dass der Bildschirm das ganze Erlebnis doch etwas interessanter macht – der macht einen echt guten Eindruck. Auf der Waage ist die Apple Watch (Stahl) schwerer als die Pebble. Aber das Gewicht ist beim Probetragen nicht stören gewesen. Ich hatte angenommen, dass „es mehr ins Gewicht fällt“. :) Die Sportarmbänder (die billigste knapp 70 EUR teure Variante) gefallen auch, wobei ich am Ende wohl zum Lederarmband mit der Schlaufe/Magneten greifen werde – sieht sehr edel aus und der Verschluss ist echt gut gemacht. In den Videos überzeugte dieser mich noch nicht unbedingt.

Welche Größe: bestellt ist 42 mm. 38 ist denke ich zu klein und nach einer Gegenüberstellung im Store bin ich sicher, die richtige geordert zu haben.

Welches Modell: da plötzlicher Reichtum nicht zu erwarten ist, blieb nur die Wahl zwischen Apple Watch Sport und Apple Watsch. Aluminium oder Stahl. 450 EUR oder 700 EUR. Ich habe die Stahl Variante bestellt, nachdem ich lange überlegte die schwarze Sport Watch zu nehmen. So viel Geld habe ich noch nie für eine Uhr ausgegeben und da spielt der Faktor Fashion dann schon eine Rolle. Die Aluminium Variante sieht einfach nicht so gut aus was mein gestriger Besuch am Jungfernstieg auch bestätigte. Daher denke ich, dass die bestellte Uhr die richtige (für mich) ist.

Innerhalb von 4 Minuten steig am Freitag die Lieferzeit auf bis zu 6 Wochen bei Apple an. Nun steht dort Juni (was bei genauer Überlegung dasselbe ist). Die Frage ist, wie viele davon nun bestellt wurden. Künstliche Verknappung denke ich, war hier (ausnahmsweise) nicht der Grund für die lange Wartezeit. Ich denke auch nicht, dass so viele Leute die Uhr bestellt haben, dass ein großer Bestand nun einfach wegbestellt wurde. Dafür war im Apple Store gestern dann doch etwas zu wenig los. Ich glaube eher, dass an den Gerüchten zu einer Verzögerten Produktion etwas dran sein kann.
Ein Flop wird die Apple Watch aber dennoch nicht. Ich denke, es dauert sechs bis zwölf Monate, bis man in der Fußgängerzone, im Restaurant und sonstwo alle Möglichen Leute mit einem Gerät am Handgelenk sieht, was mehr als nur die Zeit anzeigen kann. Das war mit Headsets und Smartphones genauso. Dass dies immer ein Gerät von Apple sein wird, wage ich jedoch zu bezweifeln. Die Mitbewerber haben schon jetzt mehr oder weniger interessante Geräte im Angebot und das wird sicher in den kommenden Wochen und Monaten noch vielfältiger werden. Eine interessante Zeit.

 



Samsung Kundenservice +1

Ich habe mir vor ca 22 Monaten einen 60″ Samsung LED Fernseher gekauft. Vor circa zwei Wochen war auf diesem eine Pixelreihe ausgefallen – auf der rechten Seite ist ein orangefarbener Streifen dauerhaft zu sehen gewesen was natürlich eine starke Beeinträchtigung beim konsumieren von Medieninhalten ist.

An dieser Stelle mein erstes Danke an Samsung – das der Fernseher in der Garantiezeit ausfällt. Ich wäre nicht verwundert gewesen, wenn dies erst in ca 9 Wochen geschieht.

Nach einer kurzen Google Suche und dem schnellen und erwarteten Ergebnis, dass man da selber nichts ausrichten kann, habe ich Samsung kontaktiert. Die sagten mir eine Woche später einen Termin zu. Eine Uhrzeit wird mir noch genannt.

Zwei Tage später ein weiterer Anruf. Aufgrund meiner Fehlerbeschreibung wurde das Ersatzteil bereits bestellt, und sofern es rechtzeitig eintreffen wird, wird kommenden Montag (heute) der Kundenservice von Samsung zwischen 13 und 16 Uhr eintreffen.

Um kurz nach 14 Uhr kam er auch. Nach kurzer Begutachtung des TV Geräts meinte der Techniker, dass er das Teil ausrauchen müsse. Er machte mit seinem Galaxy Tab ein Foto vom defekt und nahm mich mit zu seinem Auto, mit der Bitte doch mal mitzuhelfen den Karton reinzutragen. Es war der größte im Auto. Inhalt: ein neues LED-Panel.

5 Minuten später war mein Fernseher in all seine Einzelteile zerlegt. Das sind eigentlich nur zwei Gehäuseteile, zwei Platinen, zwei Lautsprecher und eine Million Schrauben. 10 weitere Minuten später hat er die Sachen an das neue Panel geschraubt und das defekte Panel eingepackt, welches nun laut Techniker in die Verschrottung geht. Kein Mensch würde sich noch angucken, was genau da defekt ist und ob es reparabel sei – auch wenn das Panel 70 % der Kosten eines Fernsehers ausmachen würde.

Anschließend verfasste der Techniker einen Bericht auf seinem Galaxy Tab, den ich auch umgehend in Kopie per E-Mail bekam. Außerdem hat er meine extra aus Dokumentenarchiv ausgedruckte Rechnungskopie fotografiert. Die hätte er auch vom Bildschirm abfotografieren können, ausdrucken sei nicht nötig gewesen. Und die Garantiekarte, die ich nach Aufforderung des Kundenservices unbedingt bereithalten sollte, war auch nicht nötig.

Warum ich das schreibe: der Kundenservice von Apple wurde von mir hier schon öfter gelobt. Heute muss ich aber sagen, dass mich auch Samsung sehr positiv überrascht hat. Ob die so einen defekt nach Beendigung der Garantie auch so unkompliziert (kostenlos) repariert hätten weiß ich nicht. Das hat Apple vor kurzem bei mir jedenfalls getan bei einem iMac, drei Jahre alt mit defekten Display, auf dem sich dunkle flecken bildeten weil sich irgendein Kleber gelöst hat.



Aber ohne Plattencover

Die Zeiten von gekauften Musiktiteln scheinen sich langsam aber sicher dem Ende zu neigen. Streaming ist In. Auch bei mir. Seit Spotify in Deutschland verfügbar ist, bin ich Kunde und habe seit dem meinen einst teuer erworbenen Titeln und Alben in iTunes eines Blickes gewürdigt.

Spotify-Telekom-der-Tarif

Aufs iPhone lade ich diese Titel schon lange nicht mehr, der Speicherplatz ist mir zu kostbar. Stattdessen habe ich die Spotify Option der Telekom gebucht – aller (berechtigten) Kritik zur Netzneutralität zum trotz. Damit kann man zum selben Preis wie direkt bei Spotify, knapp 10 EUR im Monat, deren Premium Tarif nutzen. Abgerechnet wird über die Telekom. Der Clou: das Datenvolumen von Spotify wird nicht an das normale Volumen des gebuchten Telekom Tarifs angerechnet.

Das ist praktisch, denn so viel ist das nicht und das will man nicht mit Musik Streaming vergeuden. Und niemand will gedrosselt werden.

Nun stellt sich heraus, dass die Telekom doch Volumen für die Nutzung von Spotify anrechnet. Und zwar für Funktionen die über das bloße speichern und abrufen von Playlists, vom suchen und vom abspielen der Musik hinaus gehen. Nämlich für die Funktionen „Entdecken“ und auch das herunterladen von Album-Covern werden die MB vom gebuchten Datentarif abgezogen.

Anfangs wurde vermutet, es handelt sich um einen dummen Fehler. Spotify habe die Serveradressen evtl. geändert und die Telekom filtert nicht mehr richtig, was Spotify ist, und was nicht. Vielleicht stimmt das auch. Aber man ist nicht gewillt das zu ändern.

Denn in den AGB der Telekom heißt es:

Der Kunde erhält mit der Option Music Streaming die Möglichkeit, beliebige Musikstücke aus dem Angebot von Spotify auszuwählen, mit Smartphone, Tablet-Computer oder PC in voller Länge anzuhören, Playlisten zu erstellen

 

Ein Sprecher der Telekom dazu:

Wir haben uns wohl unklar ausgedrückt. Der Tarif beinhaltet Streaming von Musik, aber nicht den Download von Albencovern.

Man könnte meinen, dass sei selbstverständlich. Wohl nicht bei der Telekom. Eigentlich hätte man damit rechnen sollen..



Irgendwie bedrohlich aber interessant

Lange war es hier ruhig um neue Einträge, aber AREA85 gibt es noch. Ich verspreche dieses Mal nicht, dass ich hier nun öfter posten werde – versuche es ganz einfach zu machen. Sehen wir den heutigen Tag als Neuanfang, 9 Jahre nachdem AREA85 als Blog zum leben erwachte.

hero-dayone-iconIn der aktuellen Woche ist DayOne im App Store von Apple als Universial App für iPhone und iPad kostenlos erhältlich. Normalerweise kostet die App knapp 3 Geldeinheiten. Ich habe die App bereits vor einiger Zeit gekauft und installiert, konnte mich aber nicht dazu aufraffen, einigermaßen regelmäßig eine Art Tagebuch oder Logbuch zu führen. Dennoch stelle ich mir das sehr interessant vor und möchte heute daher auf diese App hinweisen. Genaue Funktionsbeschreibungen spare ich mir, die gibt es bei Apple oder sonstwo. Was aber zu erwähnen ist, dass der Sync zwischen mehreren iOS Geräten via iCloud oder Dropbox super funktioniert und dass es auch eine Mac App von DayOne gibt. Diese ist aktuell nicht kostenlos, macht die experience aber besonders toll. Der Sync funktioniert natürlich auch zum und vom Mac. Ebenfalls zu erwähnen ist das besonders gelungene Design der beiden Apps. Mein Kompliment an die Entwickler, so muss das sein.

Screenshot 2014-07-05 20.09.08Für diejenigen die wie ich sich nicht aufraffen können, ein Logbuch zu führen, sollten sich einmal Moves ansehen. Diese tolle App läuft bei mir nun schon seit mehr als 400 Tagen im Hintergrund auf dem iPhone und zeichnet meinen aktuellen Standort und den Weg dorthin / von dort weg an. Die App ist kostenlos und die Belastung des Akku hält sich meiner Meinung nach in grenzen ist vertretbar. Inzwischen gibt es auch ein paar externe Dienste, die die Möglichkeit bieten, die Daten auszuwerten.

Wenn man in Zeiten von NSA und Co immer noch seine Daten anderen Anbietern anvertrauen mag ohne dabei in schnappatmung zu verfallen ist Moves sicher einen Blick wert. Es ist ganz interessant  durch die vergangenen Wochen und Monate zu blättern und sich die Erlebnisse in Erinnerung zu rufen.



Neuland

Heute stellt Google seine Reader Dienste ein. Ich habe fast bis zum letzten Drücker gewartet mich für eine Alternative zu entscheiden – und genauso kurzfristig ist diese dann auch erschienen: Digg.

Digg reader

Schlichtes, modernes Design. Nicht mit Features aufgebläht, die ich eh nicht benutze (damit konnte GReader ja auch glänzen – was aber wohl eher am Entwicklungsstillstand bei Google lag) und eine Synchronisation am Mac (das Webinterface ist sehr viel schicker als das alte von Google, welches ich am Mac bereits vor langem durch die Mac-Reeder-App ersetzte), am iPhone und iPad.

Was (mir) fehlt ist eine Ansicht nur ungelesener Artikel, aber laut einem Eintrag im Digg-Blog, soll diese kurzfristig folgen.

Ob Digg mich genauso Jahrelang wie Googles Reader begleiten wird weiß ich nicht. Feedbin ist meiner Meinung nach z.B. auch ganz nett – ist aber nicht kostenlos (hat dafür aber auch nicht das Image einer Datenkrake). Ich bin gespannt, ob das angestaubte Image der RSS-Feeds nun etwas aufleben wird. Die Chancen sind dank Google so nah wie nie.